Germanwings-Absturz

EU richtet Arbeitsgruppe ein

Wie lassen sich Abstürze wie jener der Germanwings-Maschine 4U9525 vermeiden? Das prüft nun die europäische Flugsicherheit im Auftrag der EU-Kommission – auch mit Blick auf die medizinische Untersuchung von Piloten.
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Im März war ein Linienflieger der deutschen Airline Germanwings offenbar absichtlich vom Ko-Piloten zum Absturz gebracht worden. Quelle: dpa
Germanwings-Absturz

Im März war ein Linienflieger der deutschen Airline Germanwings offenbar absichtlich vom Ko-Piloten zum Absturz gebracht worden.

(Foto: dpa)

BrüsselNach dem Absturz der Gemanwings-Maschine in den französischen Alpen setzt die EU eine Arbeitsgruppe ein, die mögliche Schlüsse für die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen prüfen soll. Die EU-Kommission habe die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA angewiesen, eine Task Force zu gründen, um den am Mittwoch vorgelegten vorläufigen Unfallbericht der französischen Ermittler auszuwerten. Dabei gehe es insbesondere um Erkenntnisse mit Blick auf das Türschließsystem und den Zugang zum Cockpit sowie um Kriterien und Verfahren zur medizinischen Untersuchung von Piloten.

Das erste Treffen der Arbeitsgruppe werde bereits am Donnerstag stattfinden, erklärte die Kommission. Ihr gehörten erfahrene Sicherheits- und Medizinexperten der Branche und der Überwachungsbehörden an. Bei der Flugkatastrophe waren am 24. März alle 150 Menschen an Bord des Germanwings-Airbus ums Leben gekommen, unter ihnen 72 Deutsche.

Die französische Luftfahrtermittlungsbehörde BEA hatte am Mittwoch in ihrem vorläufigen Untersuchungsbericht bestätigt, dass der Ko-Pilot Andreas L. den Absturz offenbar absichtlich verursacht hatte. Den Flugkapitän hatte er zuvor aus dem Cockpit ausgesperrt. Auf dem Hinflug probte er nach BEA-Einschätzung das Absturzmanöver anscheinend gezielt.

  • afp
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