Geschlossene Botschaft Al-Kaida-Telefonat löste US-Terroralarm aus

Ein Telefongespräch soll weltweit zur Schließung von 19 amerikanischen Botschaften geführt haben: Al-Kaida-Chef Al-Sawahri habe mit einer Organisation in Jemen über konkrete Anschläge gesprochen.
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Angesichts der Terrorwarnung aus den USA blieb auch die deutsche Botschaft in Jemen vorerst geschlossen (Archivbild). Quelle: dpa

Angesichts der Terrorwarnung aus den USA blieb auch die deutsche Botschaft in Jemen vorerst geschlossen (Archivbild).

(Foto: dpa)

WashingtonEin Telefonat zwischen Al-Kaida-Chef Ajman al Sawahri und dem Leiter seiner Organisation im Jemen hat die USA zu dem großen Terroralarm bewogen, wegen dem bis kommenden Samstag 19 diplomatische Vertretungen geschlossen wurden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus US-Geheimdienstkreisen und von einem nahöstlichen Diplomaten.

Die vor einigen Wochen abgefangene Botschaft an den Chef der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel, Nassir al Wahischi, gerichtet und schien sich zunächst lediglich mit speziellen jemenitischen Themen zu befassen.

Die Bedrohungslage wurde im Zuge der Ermittlungen auf amerikanische und andere westliche Einrichtungen ausgeweitet: Ziel eines Anschlags könnte eine einzelne Botschaft oder mehrere Vertretungen oder auch eine andere Einrichtung sein, sagten die Gewährsleute. US-Kongressabgeordnete haben gesagt, die Anschlagsplanung sei in der Endphase gewesen, haben aber keine Details genannt.

Al-Sawahris Telefonat mit Wahischi veranlasste die USA am Sonntag zur Schließung von fast zwei Dutzend diplomatischen Vertretungen von Mauretanien in Westafrika bis über den Nahen und Mittleren Osten nach Bangladesch und Richtung Süden bis Madagaskar. 19 Vertretungen bleiben bis kommenden Samstag geschlossen, stark befestigte Botschaften wie in Kabul und Bagdad wurden wieder geöffnet.

Wann die deutsche Botschaft im Jemen wieder geöffnet wird, ist unklar. Das Auswärtige Amt sprach am Montag von einer sensiblen Sicherheitslage in der Region und ordnete eine Überprüfung aller Reise- und Sicherheitshinweise an.

Jemenitische Behörden veröffentlichten unterdessen die Namen von 25 gesuchten mutmaßlichen Al-Kaida-Mitgliedern. Diese Verdächtigen planten in Sanaa und anderswo im Land Terrorangriffe auf „ausländische Büros und Organisationen und jemenitische Einrichtungen“. Die jemenitische Regierung erhöhte am Montag die Sicherheitsmaßnahmen für Regierungseinrichtungen und an Kontrollpunkten.

US-Regierungsvertreter wollen nicht sagten, welcher Geheimdienst - CIA, NSA, DIA oder ein anderer - den Telefonanruf Al-Sawahris entdeckt habe. Aus US-Geheimdienstkreisen verlautete aber, dass die von Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden öffentlich gemachten Spähprogramme keine Rolle bei dem ersten Hinweis spielten.

Erst als die Verschwörung aufgedeckt worden sei, konnten mit der Telefon- und Internetdatenerfassung der NSA weitere Einzelheiten ermittelt werden, hieß es weiter.

Die Schließung der US-Vertretungen bis Samstag fällt in die Zeit des 15. Jahrestags der Anschläge auf US-Botschaften in Kenia und Tansania am 7. August 1998. Im Jemen wurden auch die deutschen und britischen Botschaften geschlossen. Norwegen schränkte den Zugang zu 15 Botschaften im Nahen Osten und Afrika ein.

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14 Kommentare zu "Geschlossene Botschaft : Al-Kaida-Telefonat löste US-Terroralarm aus"

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  • Ob die Terroristen so blöde sind Anschläge durchs Telefon anzuordnen darf bezweifelt werden.
    Die Amis wollen doch nur zeigen, warum ihre weltweite Bespitzelung der Menschen nötig ist. Vielleicht wollen sie auch nur einen Grund erfinden um wieder ein Land zu überfallen. Den Amis ist nach dem Überfall des Iraks, der mit Lügen begründet wurde, alles zuzutrauen.

  • Hahaha, der war gut mit dem Weihnachtsmann.
    In Tunesien ist die US Botschaft auch geschlossen, die deutsche und die französische aber auch!!!!!!!!!
    Alle Affen machen alles nach oder ist es ein False-Flag-Überaschungsei??? Das stinkt nämlich mehr danach. Wenn die Amis sagen: so eine Bedrohung sei ja nicht mehr seit dem 11 September gekommen, der 11 September aber bereits im Juni verraten wurde von Bill Cooper der im November umgebracht wurde - dann rieche ich die Selbstgemachte Soße jetzt schon.

  • Braucht man überhaupt Botschaften etc. in solchen Ländern?
    1. Kosten sie viel Geld (und bei der horrenden Staatsverschuldung noch auf Pump finanziert...) und
    2. Wenn diese keine EinreiseVisa für DE austellen können, haben wir paar "gefährliche Gäste" weniger...

  • Das Ganze ist doch wieder nur eine Rechtfertigungs-Kampagne um die "gute" NSA für unsere blöden Bürger als Retter dastehen zu lassen. Wenn die alle so gut sind, warum wurden die Boston-Bomber dann erst nach den Taten aufgepürt ???

  • Was ein Glück das die ihre Anschlags Pläne am Telefon besprechen anstatt sich persönlich zu treffen, sonst hätte die NSA die ganzen Telefone ja umsonst abgehört.

  • Die Geschichte erinnert mich daran, als mir meine Eltern die Geschichte vom Weihnachtsmann noch einmal erzählt haben als mir erste Zweifel über dessen Existenz kamen.

  • Es ist immer ratsam, bei der Beurteilung einer Meldung sich in die Lage des Abhörenden und des Abgehörten zu versetzen. Wäre ich ein Terrorchef würde ich mir von einem xbeliebigen Passanten das Handy nehmen und meinen Sprezi, oder dessen Freund anrufen. Ich würde dann über die vorstehende Geburt eines Sohnes sprechen und fragen ob die Blumen im Balkonkasten schon Knospen oder blühen - oder ob sie von Ungeziefer befallen sind..... Glaubt hier wirklich jemand, dass diese Typen so naiv sind wie ein Standard US Bürger? Auf die Gründe für die NSA solche Infos zu veröffentlichen braucht man nicht einzugehen. So tumb kann nur ein Ami sein.

  • Klar nach dem ganzen NSA Skandal hat der Al-Kaida Chef nichts besseres zu tun als am Telefon einen Terrroranschlag zu planen. Wie glaubhaft...
    Aber:
    Besser man glaubt es, sonst setzen vielleicht Geheimdienste das Ganze noch in die Tat um, um es glaubhafter zu machen...
    Das ist wie in der USA unter Bush, dann gibt es gelben Alarm, dann gibt es orangenen Alarm in den USA. Die Angst vor dem Imaginären Feind. Jetzt wird die Strategie halt ausgeweitet auf die ganze Welt. Ich finde diese ganze Entwicklung sehr traurig und auch sehr beunruhigend.

  • Na klar, wir hören Al-Kaida Chefs ab... Gerade nach dem ganzen NSA Abhörskandal hat der nichts besseres zu tun als Terroranschläge über das Telefon zu planen. Aber:
    Besser wir glauben es sonst gibt es noch einen Terroranschlag um es glaubhaft zu machen!

  • PS: ich nehme an, echte Terroristen verwenden zu ihrer Kommunikation mittlerweile wieder Brieftauben, keine Telefone oder Internet.

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