Geschützdonner an der Peripherie der Millionenstadt Bagdad
"Eiserner Hammer" gegen Aufständische im Irak

Die Militär-Operation "Eiserner Hammer" der US-Armee gegen Aufständische im Irak wurde in der Nacht zum Freitag weiter fortgesetzt.

HB BAGDAD/WASHINGTON. In der irakischen Hauptstadt Bagdad war in der Nacht zum Freitag erneut Gefechtslärm zu hören. Korrespondenten berichteten von Geschützdonner an der Peripherie der Millionenstadt. Ein US-Militärsprecher hatte zuvor angekündigt, dass die am Vorabend eingeleitete Operation zur Bekämpfung antiamerikanischer Widerstandsnester fortgesetzt werde.

Unterdessen machte US-Präsident George W. Bush klar, dass sich die amerikanischen Streitkräfte erst dann aus dem Irak und aus Afghanistan zurückziehen werden, wenn sie Saddam Hussein und Osama bin Laden gefunden haben. Bush gab sich in diesem Zusammenhang zuversichtlich. „Wir ziehen erst ab, wenn der Job erledigt ist“, sagte der US-Präsident, der in der kommenden Woche nach Großbritannien reist, in einem Interview der „Financial Times“.

Einen Tag nach dem verheerenden Anschlag auf Italiener im Südirak mit 28 Todesopfern bestätigte Bush, dass seine Regierung an einem Plan arbeitet, den Irakern mehr Verantwortung zu übertragen. Deshalb sei der oberste US-Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer, nach Gesprächen im Weißen Haus nach Bagdad zurückgereist, um mit dem provisorischen irakischen Regierungsrat die Strategie abzusprechen, sagte Bush in Washington.

Angesichts der Eskalation der Gewalt schloss der britische Außenminister Jack Straw eine Erhöhung des britischen Truppenkontingents nicht aus. „Die Art der Bedrohung hat sich geändert“, sagte Straw dem Sender BBC. „Falls es nötig werden sollte, die Truppen zu verstärken, dann wird das sicher geschehen“, fügte er hinzu. Nach Straws Angaben sind gegenwärtig 10 000 britische Soldaten im Südirak stationiert.

Ungeachtet des Blutbads in der Stadt Nasirija brach eine portugiesische Einheit von 128 Polizisten in das Konfliktgebiet auf. Um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, entsandte auch die italienische Regierung 50 weitere Elitesoldaten in den Irak. Der französische Außenminister Dominique de Villepin bot den Amerikanern Hilfe an, obwohl Frankreich den Irak-Krieg abgelehnt hatte.

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