Gesetzentwurf
US-Abgeordnete setzen sich für schärfere Waffengesetze ein

Als Reaktion auf das Massaker in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado haben Vertreter der Demokraten im Kongress eine Verschärfung der Waffengesetze auf den Weg gebracht. Doch das Vorhaben ist beinahe aussichtslos.
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WashingtonDer am Montag von Senator Frank Lautenberg und der Abgeordneten Carolyn McCarthy in Washington vorgestellte Gesetzesentwurf sieht ein Verkaufsverbot für große Mengen Munition über das Internet vor. Dem Vorstoß werden aber kaum Chancen eingeräumt, da eine Mehrheit im Kongress strengeren Waffengesetzen ablehnend gegenübersteht.

"Es ist eine Sache, ein Paar Schuhe online zu kaufen", erklärte Lautenberg. "Aber es sollte mehr als nur einen Mausklick bedürfen, um tausende Schuss Munition anzuhäufen." Das Gesetz würde den Verkauf von Munition auf zugelassene Waffengeschäfte beschränken und Bestellungen im Umfang von mehr als 1000 Schuss meldepflichtig machen.

Der mutmaßliche Todesschütze von Colorado soll in den zwei Monaten vor der Bluttat mehr als 6000 Schuss Munition im Internet erworben haben. Der 24-jährige James Holmes soll am 20. Juli kurz nach Mitternacht während der Premierenvorstellung des neuen "Batman"-Films in einem Kino in Aurora nahe Denver zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt haben. Am Montag wurde er wegen Mordes, versuchten Mordes und Sprengstoffbesitzes angeklagt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • @WinfriedSobottka

    Die Gründe für die liberalen Waffengesetze in den USA liegen in der dortigen Verfassung und in der Rolle des Staates und der Gesellschaft. Die USA sind nach wie vor von ihrem Selbstverständnis als Siedlergesellschaft geprägt. Der Staat dort weder das Gewaltmonopol noch die Befugnis, in die persönliche Lebensführung der Leute regulierend einzugreifen. Es ist auch nicht alleinige Aufgabe des Staates in den USA, die Bürger zu schützen. Vielmehr hat jeder einzelne das Grundrecht auf Selbstschutz, Selbstverteidigung und den Erwerb von Waffen, um dieses Rechts auszuüben.
    Die Linkspresse wie SPON und andere schreiben dies alles der "Waffenlobby" zu. Sie übersehen aber, dass die US-Gesellschaft diese Entscheidungen getroffen hat, und zwar demokratisch, aufgeklärt und gewaltlos.

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