Gespräch mit dem Handelsblatt
EU-Handelskommissar Lamy warnt vor Scheitern der Welthandelsrunde

Lamy fordert vor allem die USA, Australien und Kanada zu Entgegenkommen auf.

BERLIN. EU-Handelskommissar Pascal Lamy fordert von den Mitgliedsländern der Welthandelsorganisation (WTO) mehr Engagement, um das nächste Etappenziel der Liberalisierungsrunde nicht zu gefährden. "Wir werden uns nicht allein bewegen", sagte Lamy im Gespräch mit dem Handelsblatt zu den Aussichten der 2001 in Doha gestarteten Welthandelsrunde.

Schritte erwartet Lamy vor allem von den USA, Australien und Kanada. Bis Ende Juli soll ein Rahmenabkommen in Fragen der Agrarhilfen verhandelt sein. Lamy fordert von allen Industrie- und Schwellenländern, "für die ärmsten Länder einen zollfreien Marktzugang ohne mengenmäßige Beschränkungen sicherzustellen". Gibt es bis zum Sommer keine Einigung, wären die Gespräche wegen der Neubesetzung der EU-Kommission und den US-Wahlen im Herbst lange blockiert. "Ein Scheitern wäre ein erheblicher Rückschlag für die Handelsrunde", warnt Lamy.

Lamy scheint nicht mehr davon auszuhehen, dass die Doha-Runde wie ursprünglich geplant 2005 abgeschlossen wird. "Auf jeden Fall ist es ziemlich schwierig." Er forderte, bei den Handelsgesprächen über Industriegüter und Dienstleistungen "vom zweiten in den dritten Gang zu schalten".

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