Gespräche am Montag
BDI drängt zu Fortschritten bei Freihandelsabkommen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie wünscht sich konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Das Abkommen nutze auch Arbeitnehmern und Verbrauchern.
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BerlinDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat konkrete Fortschritte in den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den USA über ein transatlantisches Handelsabkommen angemahnt. „Europäische Unternehmen könnten ihre Waren auf dem attraktiven und großen US-Markt preiswerter anbieten und damit neue Arbeitsplätze schaffen“, erklärte Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, am Sonntag in Berlin. Das Abkommen nutze nicht nur der Industrie, sondern auch Arbeitnehmern und Verbrauchern. Die hohen Standards der EU für Verbraucher, Sicherheit und Umweltschutz blieben erhalten.

Am Montag sollen EU-Handelskommissar Karel De Gucht und der US-Handelsbeauftragte Michael Froman in Washington zusammenkommen, um über die Fortsetzung der Verhandlungen zu reden. Die vierte Verhandlungsrunde ist für März geplant.

Beide Seiten hatten als Ziel ausgegeben, dass bis zum Ende der Amtszeit der derzeitigen EU-Kommission im Herbst 2014 der Freihandelsdeal weitgehend stehen soll. EU-Chefunterhändler Ignacio Garcia Bercero sagte aber kürzlich in Berlin, auch die nächste Kommission werde noch mit dem Abkommen zu tun haben. Um in Kraft zu treten, müsste das Abkommen zudem auch noch vom US-Kongress, dem Europaparlament sowie allen EU-Staaten ratifiziert werden.

Die deutsche Industrie fordert laut Mair insbesondere einen besseren Zugang zu den US-Vergabemärkten - also Aufträge der Regierungen auf nationaler Ebene und auf Ebene der Bundesstaaten. Ein weiterer Schwerpunkt seien Regulierungen und Standards. Kosten für die Zulassung von Produkten auf dem US-Markt könnten durch gegenseitige Anerkennung oder gemeinsame Entwicklungen deutlich gesenkt werden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Jeder weiss das die wirtschaftliche EUSituation nicht gut ist. Auch weiss jeder was die Gruende sind:1.Krise 2008 weil man die USCowboyEkonomie kopiert hat und EUBanken mit USWertpapieren vergiftet wurden,Schaden min. 1bis2000Milliarden von Euro,2.politische Abhaengigkeit von USA/Israel mit vielen Kriegen+Sanktionen,3.weltweiter schlechter Ruf durch 2. Grund mit Destabilisierung von vielen Laendern und voellig kontrolliert von US-NSA-Spionage, 4.fehlende Kontrolle suedeuropaeischer Laender,5.Bonuskultur in der Manager sich verreichern auf Kosten der Unternehmen+Organisationen, 6.Rohstoffe+Nahrungsmittel werden zu teuer gekauft durch den Aufschlag der USASpekulanten.Abschliessend kann man sagen dass der groesste Grund fuer die schlechte Situation in Europa die Zusammenarbeit mit USA war.Im Prinzip ist der neue Freihandelsabkommen mit USA positiv,aber wenn das bedeutet das die unguenstigen Gruende welche zum Niedergang von der EU gefuehrt haben bestehen bleiben oder sogar verstaerkt+vermehrt werden,wird der neue Freihandelsvertrag mit USA mehr Nachteile als Vorteile bringen.Aufstrebende Laender(China)+Kontinente(SuedAmerika und Afrika) verschieben allmaehlig die Machtsverhaeltnisse auf unserem Planeten mit Folge das der EUEinfluss abnimmt und die EU kann nichts unternehmen weil man i/d USAPolitik eingebettet ist. Die EU wird nur noch dasein um USABelange zu verteidigen (Nato,Banken,Internet,Israel) und der Handel mit Rest der Welt wird abnehmen.Vom Aufschwung von Asien,Afrika,SuedAmerika wird die EU nur minimal profitieren

  • Die Regierungen haben hier gar nichts zu entscheiden, hier muss einen Europaweite Volksabstimmung her.
    Jetzt ist einmal genug immer über die Bürger einfach drüber zu fahren, es reicht.
    Ich freue mich schon auf die EU-Wahl im Mai, da wird abgerechnet vor allem mit der EVP. Und euren Genmais könnt ihr euch auch sonst wo hin stecken. NEIN zum TTIP.

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