Gespräche auf Termin nach der Präsidentenwahl verschoben
USA und Iran retten Atomverhandlungen

Im Atomstreit zwischen der Europäischen Union und dem Iran haben beide Seiten ein Scheitern der Verhandlungen abgewendet, indem sie weitere Gespräche um zwei Monate verschoben.

HB GENF. Die EU werde dem Iran Ende Juli einen neuen Vorschlag präsentieren, sagte der irakische Chefunterhändler Hassan Rohani am Mittwoch nach einem Treffen mit den Außenministern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in Genf.

Das neue Angebot werde auf einem Vorschlag vom November basieren. Darin verpflichtet sich der Iran, seine Urananreicherung im Austausch für wirtschaftliche und technologische Vergünstigungen vorübergehend auszusetzen. Nach Angaben des britischen Außenministers Jack Straw hat diese Grundsatzvereinbarung Bestand. Damit bleibe auch die Urananreichung im Iran ausgesetzt.

Die Regierung in Teheran hatte zuvor wiederholt einen Kompromiss ausgeschlossen und die Wiederaufnahme nuklearer Aktivitäten angekündigt. Die EU drohte im Gegenzug damit, sich in diesem Fall den Bestrebungen der USA anzuschließen, den Iran vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen.

Am Mittwoch zeigte sich jedoch auch der iranische Präsident Mohammed Chatami gegenüber der EU versöhnlich. „Eine Einigung zu erzielen, damit wir unsere Arbeit auf der Grundlage ihrer Vereinbarung wieder aufnehmen können, ist in unser aller Interesse“, sagte er in Teheran.

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