Gespräche im Atomstreit
Ruhani will Verhandlungen notfalls selbst führen

Ohne Aufhebung der Sanktionen macht für den Iran eine Einigung im Atomstreit keinen Sinn. Um das zu erreichen, will Ruhani die Verhandlungen notfalls selber führen. Ein IAEA-Bericht gibt dem Iran positives Feedback.
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TeheranIrans Präsident Hassan Ruhani will in die Atomverhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland unter Umständen persönlich eingreifen. Sein Ziel sei es, sowohl die Wirtschaftssanktionen zu beenden als auch das Recht Irans auf ein friedliches Atomprogramm zu wahren, sagte Ruhani am Mittwoch laut Nachrichtenagentur ISNA. „Falls notwendig, werde ich sogar die Atomverhandlungen selber führen.“

Vor der Wahl habe er den Menschen das Ende der Sanktionen versprochen, und dieses Versprechen wolle er auch einhalten, sagte der Präsident. Die Sanktionen haben den Iran in den letzten Jahren in eine Wirtschaftskrise geführt, die Ruhani nun beenden will. Das nächste Atomtreffen findet Mitte nächsten Monats am Rande der UN-Vollversammlung in New York statt, an der auch der iranische Präsident teilnehmen wird.

Unterdessen kam die Internationale Atomenergiebehörde IAEA laut einem aktuellen Bericht zu dem Ergebnis, dass sich der Iran an das vorläufige Abkommen im Atomstreit halte. Demnach kommt Teheran der Vereinbarung vom November 2013 nach, seine Nuklearaktivitäten einzuschränken.

Der Iran macht die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen zur Voraussetzung für eine Einigung im Atomstreit. Vor einer Verständigung müssten die Strafmaßnahmen gegen die Islamische Republik vollständig aufgehoben werden, sagte die Sprecherin des iranischen Außenministeriums, Marsieh Afcham, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Teheran.

Zur Vorbereitung der Verhandlungen wollen sich demnach zuvor bereits die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif treffen. Datum und Ort müssten noch besprochen werden, sagte die Sprecherin. Außerdem könnte es in den kommenden Tagen auch weitere Verhandlungen auf Expertenebene geben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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