Gespräche in Katar
Syrische Opposition einigt sich auf gemeinsamen Anführer

Die zerstrittenen Regimegegner in Syrien können erstmals seit dem blutigen Konflikt mit einer Stimme sprechen. Bei einem Treffen bestimmten die Oppositionsgruppen den moderaten Geistlichen Ahmed al-Chatib zu ihrem Kopf.
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DohaDer neue Zusammenschluss syrischer Oppositionsgruppen hat einen gemäßigten islamischen Geistlichen zu seinem Führer bestimmt. Der 52-jährige Scheich Ahmed al-Chatib sei am Sonntagabend bei einem Treffen in Katar zum Präsidenten der neuen "nationalen Koalition" aus Gegnern von Syriens Präsident Baschar al-Assad gewählt worden, sagten Teilnehmer der Nachrichtenagentur AFP. Der aus Damaskus stammende al-Chatib hatte Syrien vor drei Monaten verlassen, nachdem er mehrfach von den Sicherheitskräften Assads festgenommen worden war.

Die zersplitterte syrische Opposition hatte sich am Sonntag in Katars Hauptstadt Doha auf die Bildung einer "nationalen Koalition der Kräfte der syrischen Revolution und Opposition" verständigt. Dem Durchbruch war ein tagelanges Ringen bei den Verhandlungen unter Schirmherrschaft der Arabischen Liga und Katars vorausgegangen. Dabei blockierte zunächst der hauptsächlich aus Exilsyrern bestehenden Syrische Nationalrat (SNC) eine Einigung, weil er nach Angaben von Teilnehmern einen Bedeutungsverlust befürchtete.

Erstmals seit Beginn der Krise vor 20 Monaten soll es damit nun ein übergreifendes Oppositionsbündnis geben. Die zutiefst zerstrittene Opposition war von Staaten aus der Gruppe der Freunde Syriens - allen voran Katar und die USA - zu einem Zusammenschluss gedrängt worden. Zur Einigung gelockt wurden sie unter anderem mit der Aussicht auf finanzielle Unterstützung.

Der Syrische Nationalrat (SNC), der sich bisher als einzige legitime Vertretung der Opposition verstand, hatte Teilnehmern zufolge zuvor nach langem Zögern eingewilligt, Teil einer Koalition der Regimegegner zu werden. Für die SNC-Mitglieder sollen demnach 22 von insgesamt etwa 55 Sitzen in der neuen Syrischen Nationalen Allianz reserviert werden. Alle Streitfragen seien geklärt, hieß es. Die Plattform will künftig die gesamte syrische Opposition vertreten und soll nach einem Sturz von Präsident Baschar al-Assad eine Übergangsregierung bilden.

In Syrien lieferten sich Rebellen und Regierungstruppen landesweit weiter erbitterte Kämpfe. Allein am Wochenende kamen nach Angaben der Opposition mehr als 170 Menschen ums Leben. In dem Land tobt seit mehr als anderthalb Jahren ein Aufstand gegen Staatschef Baschar al-Assad. Dabei wurden bislang etwa 36.000 Menschen getötet.

 
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  • Auf einen neuen islamischen Gottesstaat. Auf ein neues Land wo es völlig okay ist wenn man Kinder zwangsverheiratet und Frauen unterdrückt. Die christliche Minderheit wird auch nicht viel zu lachen haben. Der Islam wird mit Gewalt in immer mehr Ländern auf Kosten der christlichen Minderheiten durchgesetzt. Ich verstehe nicht wie blind die Politiker aus politischer Korrektheit sind!

  • Katar, Saudi Arabien, Bahrain und die Emirate sind alles diktatoriche Sultante. Die Frauen werden unterdrückt wie im Mittelalter, dürfen nicht mal Auto fahren. Die großen Förderer des Salafismus. Sie wollen in Syrien ein islamistisches Sultant errichten und die Christen vertreiben.
    Wieso unterstützt man solche Diktatoren?

  • LOL! Als ob die Menschen einen Scheich als Diktator wählen würden. Viel wahrscheinlicher ist hier eine Auswahl der USA und Schmiergelder an die Beteiligten.

    Das ist kein Journalismus, das ist Propaganda.

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