Gespräche in Moskau
Russland und Frankreich für internationale Irak-Konferenz

Moskau und Paris haben vorgeschlagen, eine internationale Konferenz für den Wiederaufbau des Irak einzuberufen. Beide Länder waren wie Deutschland Gegner des von den USA geführten Krieges im Irak.

HB MOSKAU. „Es wäre sehr wichtig, eine internationale Konferenz abzuhalten, um alle Aspekte einer Regelung für den Irak durchzugehen, ein Programm auszuarbeiten, das internationale Unterstützung erhalten kann, und die regionale Stabilität in einem weiteren Sinne zu prüfen“, sagte der russische Außenminister Igor Iwanow nach Gesprächen mit seinem französischen Kollegen Dominique de Villepin in Moskau. Beide Länder haben auf einen größeren Einfluss der Vereinten Nationen (Uno) im Irak gepocht.

Eine Konferenz könne „alle Länder in der Region und in der Weltgemeinschaft dazu bringen, sich mit allen schwierigen Fragen zu befassen“, sagte Villepin. Beide Minister machten weiter keine Angaben zu möglichen Themen einer solchen Konferenz oder wann sie stattfinden soll. Russland äußerte die Absicht, beim Wiederaufbau des Iraks eine aktivere Rolle zu übernehmen, aber erst nach der Bildung einer „echten, unabhängigen und demokratischen Regierung“, sagte Iwanow.

Den Plänen der USA zufolge soll im Sommer eine irakische Übergangsregierung bestimmt und im kommenden Jahr im Irak erstmals frei und direkt gewählt werden. Mit den Schiiten ist jedoch eine Mehrheit im Land dafür, bereits die Übergangsregierung direkt wählen zu lassen.

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