Gespräche
Israel und USA reden über „rote Linie“ für Iran

Nach Aussagen des israelischen Außenministers diskutieren sein Land und die USA über „rote Linien“ im Atomstreit mit Iran. Bisher hatten die Amerikaner eine solche Grenze abgelehnt.
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JerusalemIsrael führt nach eigenen Angaben rege Verhandlungen mit den USA über das Ziehen „roter Linien“ im Atomstreit mit dem Iran. Der stellvertretende Außenminister Danny Ajalon sagte dem israelischen Rundfunk, diese Grenzen für Teheran müssten aber nicht unbedingt öffentlich präsentiert werden. Die USA lehnen diese von Israel schon mehrmals geforderten „roten Linien“ bislang ab.

„Unsere Positionen nähern sich immer weiter an, und der Grund dafür ist unter anderem, dass die Iraner ihre (nuklearen) Aktivitäten immer weiter fortsetzen“, sagte Ajalon am Donnerstag. „Wenn die Iraner die Welt weiter so provozieren, wird diese Annäherung letztlich zu einer vollständigen Einigkeit (mit den USA) in unseren Positionen führen.“

Ajalon sagte, es gebe glaubwürdige Berichte, dass die iranische Wirtschaft sich wegen der internationalen Sanktionen am Rande des Zusammenbruchs befinde. Er sprach auch von einem „frischen Wind im politisch-gesellschaftlichen Bereich gegen die Regierung und gegen die Ajatollahs“ im Iran. Dennoch hätten die Sanktionen ihr eigentliches Ziel, den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern, noch nicht erreicht.

Ajalon nannte die jüngste Rede des US-Präsidenten Barack Obama vor den Vereinten Nationen „sehr wichtig“. Obama hatte gesagt, die USA würden „tun, was wir müssen, um den Iran daran zu hindern, eine Atomwaffe zu erlangen“. Der israelische Vize-Außenminister sagte dazu: „Wenn eine Supermacht so etwas sagt, dann sollte man besser zuhören.“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollte am Donnerstag während einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York erneut „rote Linien“ im Atomstreit mit Teheran fordern. Vor seiner Abreise nach New York kritisierte er scharf die Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor den Vereinten Nationen. „Die Geschichte lehrt, dass jeder zum Scheitern verurteilt ist, der uns von der Landkarte ausradieren will“, hieß es in seiner schriftlichen Mitteilung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "flour (einst Rattengift)in der zahnpaste, jod, aspartam (in getränke ohne zucker, kaugummi), chemtrails, "
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    Flour = Mehl in der Zahnpasta? :-)

    Bitte verschonen Sie die Welt mit wüsten Verschwörungstheorien.
    Der spurenweise Fluorid-Zusatz (dosis venenum fecit!) dient der Härtung des Zahnschmelzes (Austausch der OH-Gruppe im Hydroxylapatit gegen F-Ionen), Jodid der Jod-Versorgung in Jod-Mangelgebieten (gar nicht so selten!) und Chemtrails sind Auswüchse der Phantasie von Leuten mit Verfolgungswahn...
    Was künstliche Zuckerersatzstoffe und Gene Food angeht, so kann man erstere einfach vermeiden, in dem man sich an natürlich oder nicht gesüßte Produkte oder Stevia-Extrakt hält, und letztere sind in Deutschland nicht zugelassen, ließen sich aber ggf. ebenfalls boykottieren (Hier muß eine Kennzeichnungspflicht her!).

    Was bleibt, ist der oft fahrlässige Umgang mit dem nuklearen Feuer, das nicht in die Hände von größenwahnsinnigen Politikern gehört. Angst habe ich in dieser Hinsicht bestimmt nicht vor dem Iran, der m.W. noch niemals einen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen hat, sondern vor Israel mit seinen Expansionsgelüsten (Siedlungspolitik!), seinem ständig kultivierten Verfolgungswahn, das eine tickende, instabile Zeitbombe für die ganze Region darstellt...

  • warum zeigt die UNO Netanjahu nicht die rote karte? die freche Siedlungspolitik und das verhindern der 2 Staaten Lösuung sind nie friedliebend. nun redet die ganze Welt nach dem Sinn netanjahus dass der Iran die Bombe baut, die der CIA bisher nie sah?

  • Der rechte Netanjahu ist eine Gefahr für den Weltfrieden!

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