Gestiegene Einlagen
Griechen legen mehr Geld bei ihren Banken an

Das Vertrauen griechischer Sparer zu ihren Banken wächst offenbar wieder. Den dritten Monat in Folge sind die Einlagen gewachsen. Für die Geldinstitute ist das überlebenswichtig.
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AthenGriechische Unternehmen und Privatpersonen legen immer mehr Geld bei ihren heimischen Banken an. Ihre Einlagen stiegen im November bereits den dritten Monat in Folge, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten der Zentralbank in Athen hervorgeht. Sie summierten sich auf 155,89 Milliarden Euro - ein Plus von 64 Millionen Euro im Vergleich zum Vormonat.

Nach der Ende 2009 einsetzenden Schuldenkrise haben die Banken rund ein Drittel ihrer Einlagen verloren. Die Kunden hatten Angst, dass Griechenland die Währungsunion verlässt und ihre Guthaben wieder in Drachme geführt werden. Diese hätten wegen der massiven Abwertung der Drachme erheblich an Wert verloren.

 

Die griechischen Banken sind auf steigende Einlagen angewiesen, da sie wegen der hohen Pleitegefahr nach wie vor am Interbankenmarkt kaum Geld erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gestiegene Einlagen: Griechen legen mehr Geld bei ihren Banken an"

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  • „Griechische Unternehmen und Privatpersonen legen immer mehr Geld bei ihren heimischen Banken an.“
    Ja – DAS ist das Griechenland, das ich kenne.
    Das andere Griechenland dagegen – jenes, das z.B. Frau Antje Pieper von der ARD so dramatisch schildert – das andere kenne ich nicht.
    Frau Pieper möge doch einmal die Kamera dort hinhalten, wo es weniger Pakistaner und Albaner gibt – in die besser situierten Viertel, von denen es auch in Athen und Saloniki viele gibt.
    Der Rest des Landes ist ohnehin von den Sparmaßnahmen nicht derart betroffen, dass es wirklich leidet.
    Hier hat praktisch jeder sein eigenes Haus und wo ein Auto wegen der hohen Kosten abgemeldet wurde, war es meist der Zweit- oder gar der Drittwagen.
    Das sagen übrigens selbst die griechischen TV-Sender – nur im deutschen TV wird mächtig auf die Tränendrüsen gedrückt. Alles nur, damit der Euro weiter rollt.

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