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Gesundheitsprobleme: Japanischer Finanzminister tritt zurück

Bluthochdruck und Erschöpfung zwangen Japans Finanzminister in die Knie – der 77-Jährige Politiker reichte seinen Rücktritt ein. Ein schwerer Schlag für die noch junge Regierung von Premier Hatoyama.

Ex-Finanzminister Hirohisa Fujii. Quelle: Reuters
Ex-Finanzminister Hirohisa Fujii. Quelle: Reuters

TOKIO. Der japanische Finanzminister Hirohisa Fujii ist zurückgetreten. Damit muss die Regierung bereits nach wenigen Monaten eine schwere personelle Lücke verkraften. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag meldete, akzeptierte die Regierung unter Premier Yukio Hatoyama ein entsprechendes Gesuch des 77-Jährigen.

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Der Politikveteran habe Hatoyama gesagt, er könne seinen stressigen Job aus gesundheitlichen Gründen nicht fortsetzen. Ende Dezember war er wegen Bluthochdrucks und Erschöpfung zwei Tage im Krankenhaus behandelt worden.

„Ich hoffe sehr, dass Fujii durchhält“, hatte Hatoyama zunächst noch gesagt. Denn Fujii ist ein wichtiges Mitglied im Kabinett. Die Regierung ist seit September im Amt und Fujii bislang eines der wenigen Mitglieder, das Amtserfahrung sowie wirtschaftlichen Sachverstand mitbringt. Fujii gilt als Stimme der Vernunft. Gegenüber seinen eher linksorientierten Ministerkollegen setzte er sich für Haushaltsdisziplin und für einen klugen Einsatz von Konjunkturmitteln ein. Er hat es in den zurückliegenden Etatdiskussionen geschafft, den Haushaltsentwurf für 2010 trotz höherer Forderungen aus den Ressorts auf gut 700 Mrd. Euro zu deckeln.

Hatoyamas Partei, die Demokratische Partei Japans (DPJ), stellt zum ersten Mal die Regierung. Seine Truppe zeigt selbst mit Taktgebern wie Fujii kein einheitliches Bild. Es dürfte zudem schwer werden, noch einmal einen profilierten Finanzpolitiker wie Fujii zu präsentieren. Der Jurist war in den 80er-Jahren politischer Staatssekretär im Finanzministerium und in den 90er-Jahren bereits Finanzminister.

Die ersten Wochen im Amt hatte Fujii jedoch nicht ohne Fehler absolviert. Zu der Frage, wie die japanische Regierung mit dem derzeitigen Hochstand der Landeswährung Yen umzugehen gedenke, äußerte er sich wiederholt in mehrdeutiger Weise – was Turbulenzen an den Devisenmärkten auslöste.

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