Gewalt gegen USA
Romney verheddert sich in Libyen

Schwach sei der Präsident, feige, und er entschuldige sich ständig für Amerika: Mitt Romney wollte die Gewalt gegen US-Botschaften zu einer Breitseite auf Barack Obama nutzen. Doch seine Kritik ging nach hinten los.
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New YorkJobs, Wirtschaft, die hohen Staatsschulden – das sind die Themen, über die Mitt Romney gerne spricht. Die gefährliche weite Welt da draußen aber, Iran, Afghanistan, der Arabische Frühling – bei diesen Fragen bleibt der Präsidentschaftskandidat auffallend stumm. Und wenn der Außenpolitik-Novize doch einmal darauf angesprochen wird, bleibt er konsequent vage.

Bis zum Dienstag. Als an diesem und am folgenden Tag an den US-Vertretungen in Bengasi und in Kairo eine Gewaltwelle losbrach, die den Tod des Botschafters J. Christopher Stevens und dreier weiterer Angestellter zur Folge hatte, musste Romney irgendwie reagieren. Es galt, als möglicher nächster Präsident der USA die richtigen Worte zu finden und zu zeigen, wie er in Krisensituationen reagiert.

Allein, er machte keine gute Figur. Während die Nation am Mittwoch entsetzt die Entwicklungen in Libyen und Ägypten verfolgte, stand Romney als Nörgler da, der, ohne jedes Gespür für Timing, die schockierenden Nachrichten für den Wahlkampf ausschlachten wolle. All das auch noch um die Gedenkfeiern an den 11. September 2001 herum, bei denen Politiker beider Parteien Einigkeit zeigten. Selbst aus dem eigenen Lager musste sich der Republikaner deshalb Kritik anhören.

Was war passiert? Romney war am Dienstagabend mit einer Mitteilung hervorgeprescht, in der er Obama scharf für dessen Außenpolitik kritisierte. Der Präsident „sympathisiere“ mit den Angreifern, behauptete Romney, und lade durch seine ständigen „Entschuldigungen für Amerika“ in der islamischen Welt geradezu zu Gewaltaktionen gegen die USA ein.

Romney bezog sich mit seiner Kritik auf eine harmlose Mitteilung der US-Botschaft in Kairo, die diese am Dienstagmittag offenbar unabgestimmt mit Washington herausgegeben hatte – noch bevor die Gewaltwelle ausgebrochen war. Darin verurteilten die US-Diplomaten jenen islamkritischen Hass-Film, der als Auslöser für die Unruhen gilt, und betonten, dass der „Respekt vor dem Glauben ein Grundpfeiler der amerikanischen Demokratie“ sei.

Dem Obama-Herausforderer ging diese Erklärung jedoch viel zu weit. Es sei „schändlich“, teilte Romney am Dienstagabend mit, dass dies die „erste Reaktion“ der Obama-Regierung auf die Vorfälle gewesen sei. Zu diesem Zeitpunkt hatten Demonstranten zwar bereits in den Vertretungen randaliert, doch es gab noch keine Meldungen zu Toten in Bengasi.

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Romney steht mit Schmähkritik allein da

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  • @HHS
    Lieber Freund,
    seien Sie doch froh, dass Sie hier in Deutschland leben, dem Land der Dichter und Denker. Darauf können Sie und alle Deutschen stolz sein. Ich selbst bin es auch auch!
    Niemand erwartet, dass Sie Ihre Freiheit einschränken sollen. Wir leben in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft. Das ist ein Gut, den unsere Vorfahren sich mühsamst erkämpft haben. Dieses Gut heißt es immer wieder zu verteidigen undzwar gemeinsam. Wenn ich aber die Freiheit habe sagen zu können, was ich sagen will und keine Angst haben muß um dafür ins Gefängnis zu kommen, dann ist dies gut. Aber dass setzt voraus, dass meine Äußerungen immer auf Fakten beruhen. Alles andere führt dazu, dass man nur Andersdenkende verunglimpft. Das ist keines Deutschen würdige Denke! Aber eines ist klar, meine Freiheit wird dort enden wo ich diese nur dazu nutze Andersdenkende systhematisch zu verunglimpfen. Bildhaft gesprochen, meine Freiheit endet am Zaun des Nachbarn. Und am Zaun des nachbarn beginnt die Freiheit meines Nachbarn, dem ich dieses von Herzem gönne. So haben alle einen Raum für eine gewisse Sache, die wir und Sie als Freiheit definieren. Schauen Sie auf diesem Planeten leben mittlerweile über 7 Milliarden Meschen und jeder hat seinen eigenen Fingerabdruck, seine eigenen Ansichten und seine eigene Religiöse Überzeugung. Daher ist der Dialog, Nächstenliebe und Achtung voreinander existenziell, wollen wir miteinander leben.

  • Lieber Freund, Meinungsfreiheit bedeutet auch, dass man mit dieser Freiheit behutsam umgeht und Verantwortungsbewußt umgeht und seine Meinung auf Fakten begründet. Ich denke nicht, dass man Mohammed als Kinderschänder verunglimpfen kann. Ebenso kann ich Sie unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit nicht verunglimpfen. Sicherlich ist es gut ab und an deftig daher zu reden. Aber alles hat seine Grenzen. Mit Meinungsfreiheit hat dies nichts zu tun, es ist ein primitiver Versuch einer Person sich auf Kosten einer bestimmten Religion Gehör zu verschaffen. Da gibt es keine Fakten in dem Film, sonder nur primitive Vorurteile. Wollen Sie wirklich zu den Menschen dazu gehören, die unter dem Mantel der Meinungsfreiheit andere willkürlich beschimpfen? Ich denke das wollen Sie doch wirklich nicht oder?
    Ich empfehle daher für beide Seiten um den Konflikt zu beherschen auf Dialog zu setzen.

  • Obama trägt die Mitverantwortung für den ach soo tollen arabischen Frühling - es ist doch vollkommen nebensächlich, dass sich ein Amtsanwärter verquaselt hat...aber diese Diffamierung scheint der dt. Presse am wichtigsten zu sein. Erinnert an die Katastrophge in Japan, wo man sich reichlichst und allein über Nebenschauplätze mockierte und damit sehr großen Schäden anrichtete (u.a. Rückruf sämtlicher dt. Rettungsdienste - als einzige aller intern. Helfer). Kein Wunder, dass Journalisten sich dauernd betäuben müssen.

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