Gewalt im Jemen
UN-Chef fordert Schutz für Zivilisten

Bereits seit mehr als zwei Monaten protestieren die Menschen im Jemen gegen die Regierung. Dabei haben offenbar jetzt Regierungsgegner zu Waffen gegriffen, um Polizisten anzugreifen.
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SanaaNach den blutigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern mit mindestens zwölf Toten im Jemen hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einen besseren Schutz von Zivilpersonen gefordert. Die Behörden müssten ihrer Verantwortung und den Verpflichtungen internationaler Menschenrechte nachkommen, erklärte Ban am Donnerstag in New York.

Bei neuerlichen Kämpfen wurden in der südlichen Provinz Aden drei Menschen verletzt. Demonstranten und Polizisten lieferten sich in der Provinzhauptstadt Krater gewaltsame Auseinandersetzungen, wie ein Aktivist mitteilte.

Zuvor hatte eine bewaffnete Gruppe einen Bombenanschlag auf eine Kontrollstelle der Polizei verübt. Die Sicherheitskräfte hätten daraufhin das Feuer eröffnet und in der Stadt sei es zu mehreren Schießereien gekommen, sagte der Aktivist Adnan Abdel Mohsen.

Landesweit gingen am Donnerstag erneut Zehntausende gegen die Regierung von Präsident Ali Abdullah Saleh auf die Straße. Laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens entließ Saleh den Generalstaatsanwalt, weil dieser sich geweigert hatte, oppositionelle Jugendliche für die Gewalt in der Hauptstadt Sanaa am Mittwoch verantwortlich zu machen.

Die Proteste gegen den Staatschef dauern bereits seit mehr als zwei Monaten an.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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