Gewalt in der Ukraine
Russische Fernsehreporter bei Kämpfen getötet

Ein Korrespondent und ein Tontechniker wurden bei den Gefechten von einer Granate getroffen. Der Vorfall gießt weiter Öl ins Feuer der angespannten Beziehungen zwischen der Ukraine und dem Kreml.
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DonezkIn der Ukraine sind zwei russische Fernsehreporter bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten getötet worden. Die beiden seien in der Nähe der ostukrainischen Stadt Luhansk unter Beschuss geraten, teilte der Sender Rossija 24 am Dienstag mit. Der Tontechniker Anton Woloschin sei unmittelbar gestorben, der Korrespondent Igor Korneljuk später in einer Klinik.

Das russische Außenministerium erklärte dazu, es zeige sich, dass der ukrainische Militäreinsatz im Osten kriminell sei. Der ukrainische Außenminister Andrej Deschtschiza bedauerte den Tod der Reporter, der wohl von den Sicherheitskräften verursacht worden war.

Kremlchef Wladimir Putin forderte bei einem Telefonat mit seinem ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko eine Aufklärung des Vorfalls.

„Eine der Granaten landete auf ihnen“

Aufnahmen des überlebenden Kameramannes Viktor Denisow zeigen, wie ein Kämpfer einen verletzten Mann von der Straße ins Gebüsch zieht. Artilleriefeuer ist zu hören. „Ich hatte Glück“, sagte Denisow dem russischen Online-Dienst LifeNews. „Eine der Granaten landete auf ihnen. Ich bin in die andere Richtung gerannt, als die Gegend beschossen wurde.“

Im Mai waren ein italienischer Fotograf und sein russischer Übersetzer bei Gefechten zwischen Soldaten und Rebellen getötet worden.

Merkel telefoniert mit Poroschenko

Der jüngste Vorfall belastet die ohnehin ohnehin schon wegen einem Gasstreit angespannten bilateralen Verhältnisse. Bei einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel stellte Poroschenko seinen Friedensplan für die krisengeschüttelte Ostukraine vor. Dazu gehöre eine zehn Kilometer breite Pufferzone entlang der Grenze zu Russland, um Nachschub für militante Gruppen zu verhindern, hieß es.

Poroschenko habe bekräftigt, dass die Führung der Ex-Sowjetrepublik ein tiefgreifendes Freihandelsabkommen mit der EU abschließen wolle. Das Dokument soll nach unbestätigten Berichten am 27. Juni unterzeichnet werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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