Gewalt in Ferguson: Barack Obama verurteilt Schüsse auf Polizisten

Gewalt in Ferguson
Barack Obama verurteilt Schüsse auf Polizisten

Wer die Schüsse auf Polizisten in Ferguson abgegeben hat, ist unklar. Für US-Präsident Barack Obama ist die neue Gewalt unentschuldbar. Wann kommt die Stadt bei St. Louis nach dem Fall Michael Brown wieder zur Ruhe?
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FergusonUS-Präsident Barack Obama hat die Schüsse auf zwei Polizisten in der Stadt Ferguson im Bundesstaat Missouri verurteilt. Für kriminelles Verhalten habe es keinen Anlass gegeben, sagte Obama am Donnerstagabend in der Late-Night-Show des Moderators Jimmy Kimmel. Dafür gebe es keine Entschuldigung, die Verantwortlichen seien „Kriminelle und sollten festgenommen werden“. Zuvor hatte er getwittert: „Gewalt gegen unsere Polizei ist nicht hinnehmbar.“

In der Nacht zum Donnerstag waren zwei Polizisten von Unbekannten in Ferguson angeschossen worden. In der Kleinstadt gibt es immer wieder Unruhen, seit im vergangenen Sommer dort der schwarze Jugendliche Michael Brown von einem Polizisten erschossen worden war.

Am Donnerstagabend gingen in Ferguson erneut Dutzende Menschen auf die Straße. Bei einer Andacht hielten viele Menschen weiße Kerzen. Zwischenfälle gab es Medienberichten zufolge nicht. Polizisten aus dem benachbarten St. Louis County und die Autobahnpolizei von Missouri übernahmen die Aufgaben der Polizei von Ferguson. Polizeichef Thomas Jackson hatte den Hut genommen, nachdem das Justizministerium seiner Polizeitruppe vorgeworfen hatte, jahrelang Afroamerikaner aus rassistischen Gründen diskriminiert zu haben.

Die beiden angeschossenen Polizeibeamten konnten inzwischen das Krankenhaus verlassen. Die 32 und 41 Jahre alten Polizisten waren bei Unruhen in der Nacht zum Donnerstag von Unbekannten aus einem Hinterhalt angeschossen worden. Nach den bisherigen Erkenntnissen kamen die Schüsse nicht aus der Menge der etwa 150 Demonstranten, sondern aus größerer Entfernung. Die Suche nach dem Schützen und möglichen Hintermännern geht weiter.

Justizminister Eric Holder äußerte sich ungewöhnlich scharf: Er nannte den Täter einen „verdammten Dreckskerl“. Ziel des Schützen sei es gewesen, die Menschen in der Stadt zu spalten und gegeneinander aufzubringen. Auch die Familie des Opfers Michael Brown meldete sich zu Wort. „Wir lehnen jede Art von Gewalt gegen Strafverfolger ab“, teilte der Anwalt der Familie mit. Einzelne Unruhestifter versuchten, die gewaltfreie Protestbewegung zu Fall zu bringen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • die frage heist: wem nützt es? wenn so hinterfotzig auf menschen hier polizei geschossen wird

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