Gewalt in Gaza
Ägyptens Ministerpräsident reist in den Gazastreifen

Die ägyptische Führung signalisiert Unterstützung für die unter Beschuss stehenden Palästinenser im Gazastreifen. Nach harten Worten des Präsidenten Mursi, reist nun Ministerpräsident Kandil in die Krisenregion.
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GazaInmitten der eskalierenden Gewalt zwischen Palästinensern und Israel reist Ägyptens Ministerpräsident Hischam Kandil am Freitag in den Gazastreifen. Der Besuch solle ein Zeichen der Unterstützung für das von der radikal-islamischen Hamas regierte Palästinensergebiet sein, verlautete aus ägyptischen Regierungskreisen. Kandil wird begleitet von anderen führenden Vertretern der Regierung in Kairo. Diese sollten die Möglichkeiten für die Vermittlung einer Feuerpause ausloten, hieß es.

Die Muslimbruderschaft in Ägypten, aus der auch Präsident Mohammed Mursi stammt, rief den Freitag zum Tag des Zorns in den Hauptstädten der arabischen Länder aus. Hamas-Chef Ismail Hanija hat Ägypten zu mehr Hilfe für die Palästinenser aufgefordert. Die USA riefen Länder wie Ägypten oder die Türkei auf, ihren Einfluss auf die Hamas geltend zu machen, um so zu einer Deeskalation der Lage beizutragen.

Mursi hat die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen scharf kritisiert. Durch sie kamen in den vergangenen zwei Tagen 19 Palästinenser ums Leben, darunter zwölf Zivilisten. Beim Einschlag einer palästinensischen Rakete in Israel wurden drei Israelis getötet. In Tel Aviv gab es Raketenalarm.

Israelische Regierungskreise schlossen einen Einmarsch in den Gazastreifen nicht aus. Nach Angaben der israelischen Armee wurden 300 Ziele im Gazastreifen getroffen, darunter 130 Raketenabschussvorrichtungen der Extremisten. Insgesamt seien mehr als 270 aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen auf israelischem Gebiet eingeschlagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gewalt in Gaza: Ägyptens Ministerpräsident reist in den Gazastreifen"

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  • @schnippschnappschnudi

    @Rumpelst.
    Alte Masche der Faschos, andere als Faschos zu bezeichnen...
    ---------------
    Einfach wegschauen!
    Vollpfosten muss es auch geben!
    Damit WIR was zu lachen haben!

    Und noch was zum Lachen!
    Der Weschterwelle will zwischen den Palästinensern und Israel vermitteln ...
    Dabei lach ich mir sogar ein Astloch in die Kniescheibe!
    Ist die Blödheit der deutschen Politiker tatsächlich GRENZENLOS?
    Jetzt fehlen nur noch die GRÜNEN Vaterlandsverräter, die für die Palästinenser/Moslems vermitteln ...
    Ich schmeiss mich weg.

  • http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/prof-michel-chossudovsky/die-invasion-von-gaza-ist-teil-einer-umfassenderen-militaerischen-agenda-von-usa-nato-und-israel-w.html;jsessionid=C10118F267B1A9E49AEBCF2C19781EF6

  • @Rumpelst.
    Alte Masche der Faschos, andere als Faschos zu bezeichnen...

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