Gewalt in Libyen
Afrikanische Union zeichnet Weg zum Frieden

Vor dem UN-Sicherheitsrat äußert die Afrikanische Union Befremden darüber, dass Afrika bei der Lösung des Libyen-Konflikts außen vor bleibt. Die Organisation hat konkrete Schritte erdacht und fordert eine Kampfpause.
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New YorkAngesichts der anhaltenden Gewalt in Libyen hat die Afrikanische Union (AU) am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat eine „humanitäre Unterbrechung“ der Kämpfe gefordert.

Auf einen anschließenden Waffenstillstand müssten dann eine politische Lösung des Konflikts und demokratische Reformen folgen, sagte der mauretanische Außenminister Hamady Ould Hamady, der die 53 Staaten der AU vertrat. Die AU habe sich auf einem Gipfel im vergangenen Monat auf eine entsprechende Roadmap geeinigt, um den Konflikt in Libyen beizulegen, sagte Hamady.

Der Präsident seines Landes, Abdel Mohamed Ould Abdel Aziz, ist der Leiter des AU-Ausschusses zur Lage in Libyen. Auf dem Treffen hätten die Gipfelteilnehmer ihr Erstaunen und ihre Enttäuschung darüber geäußert, dass der afrikanische Kontinent bei der Lösung des Libyen-Konflikts ausgegrenzt wurde, erklärte Hamady vor dem Sicherheitsrat.

Das libysche Volk sei „unbeschreiblichem Leid“ ausgesetzt und die andauernden Kämpfe würden die Stabilität des Landes sowie der Region gefährden. Der politische Prozess in Libyen müsse „auf einem größtmöglichen Konsens beruhen, um die Erwartungen an Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu erfüllen“, erklärte Hamady weiter.

Die AU verhalte sich in dem Konflikt neutral und vertrete weder die Positionen von Machthaber Muammar al Gaddafi noch die der Aufständischen. Diese Haltung spiegele sich auch in der Roadmap wider.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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