Gewalt in Syrien
Angeblich Dutzende Tote in Hama

Das Assad-Regime geht weiter mit Gewalt gegen das Volk vor. Bei Kämpfen in Hama sollen angeblich Dutzende Menschen getötet worden sein. US-Außenministerin Clinton verurteilte die syrische Regierung scharf.
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Damaskus/Washington/KairoDer Feldzug der syrischen Sicherheitskräfte gegen die Protesthochburg Hama geht mit unverminderter Härte weiter. Eine Abschätzung der Opferzahlen nach mehrtägigem Beschuss durch Panzer und Infanterietruppen wird
zunehmend schwieriger, weil die Telefon- und Internetleitungen in die Stadt gekappt wurden. Am Donnerstag seien bis zu 100 Menschen getötet worden, berichteten Aktivisten. Derartige Berichte lassen sich derzeit nicht nachprüfen. Seit Beginn einer Großoffensive gegen Hama am vergangenen Sonntag dürften aber selbst nach vorsichtigen Schätzungen weit mehr als 100 Zivilisten ums Leben gekommen sein.

US-Außenministerin Hillary Clinton verurteilte die Vorgangsweise des Regimes von Präsident Baschar al-Assad. „Wir sehen diese Woche, wie das Assad-Regime die Gewalt gegen sein Volk fortsetzt und intensiviert“, erklärte sie am Donnerstag nach einem Treffen mit ihrem kanadischen Amtskollegen John Baird in Washington. Clinton sagte: „Die jüngste Tötung eines Einjährigen durch die Panzer und Truppen des syrischen Regimes ist ein sehr eindringliches Beispiel dafür, was sich abspielt.“ Assad habe seine Legitimität verloren. Washington unterstütze die Erklärung des UN-Sicherheitsrats vom Vortag, die das Regime in Damaskus wegen der Gewalt gegen die Bürger gerügt hatte.

Aktivisten riefen für den Freitag zu neuen Massenkundgebungen im ganzen Land auf, um gegen das Regime zu demonstrieren. Der Aufruf am ersten Wochenfeiertag im Fastenmonat Ramadan steht unter dem Motto „Freitag mit Gott an unserer Seite“. Bereits in den vergangenen Tagen sind in zahlreichen Städten die Menschen nach dem Fastenbrechen am Abend auf die Straße gegangen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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