Gewalt in Syrien
UN-Beobachter geraten zwischen die Fronten

Kofi Annan will mit den UN-Beobachtern „Augen und Ohren“ nach Syrien bringen. Doch syrische Aktivisten säen Zweifel unter ihren Anhängern: Angeblich soll jedem Beobachterbesuch eine Strafaktion der Regierung folgen.
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Damaskus/New York/Genf/WienDer Syrien-Sondergesandte Kofi Annan strebt eine rasche Entsendung der vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen 300 Beobachter in das Land an. Er sagte, Syrien erfülle seine Versprechen nicht. Annans Sprecher hatte zuvor gesagt, die syrischen Truppen hielten die Waffenruhe nur ein, wenn UN-Beobachter in der Nähe seien.

Am Mittwoch waren 15 der geplanten 300 Beobachter im Einsatz; unter den Neuankömmlingen waren zwei Chinesen. Unterschiedliche von Aktivisten und Regierung vermeldete Zahlen und Vorgänge erinnern daran, dass unabhängige Beobachter in Syrien fehlen.

Bei neuen Verstößen gegen die vereinbarte Waffenruhe wurden am Mittwoch angeblich 66 Menschen getötet. Die Zahl ergibt sich aus Angaben der Opposition und der Staatsmedien und lässt sich objektiv nicht überprüfen. Am Dienstag soll es 33 Tote gegeben haben.

In der als Rebellenhochburg geltenden syrischen Stadt Duma bei Damaskus ist am Dienstagabend ein Mitarbeiter des syrischen Roten Halbmondes getötet worden. Drei weitere Mitarbeiter des Roten Halbmondes wurden bei demselben Einsatz verletzt. Das teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Mittwoch in Genf mit.

Der Mann starb demnach in einem Fahrzeug, das deutlich als Wagen des Roten Halbmondes markiert war. Dies zeuge von der mangelnde Achtung der medizinischen Nothilfe in Syrien, schreibt das IKRK.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete dazu, „bewaffnete Terroristen“ hätten bei Damaskus einen Krankenwagen angegriffen und einen Helfer getötet. Ein aus der Türkei eingedrungener bewaffneter Rebell sei erschossen worden.

Die Zweifel am Erfolg der UN-Beobachter in Syrien wachsen täglich - und auch die Kritik an dem Einsatz.Syrische Oppositionelle behaupteten, auf jeden Besuch der Beobachter in einem Ort folge eine Strafaktion der Regierungstruppen. Mehrfach seien Massaker verübt worden.

In der vormals umkämpften Ortschaft Al-Sabadani hätten sich die UN-Beobachter geweigert, Listen mit Namen der vom Regime Gefangenen entgegenzunehmen. Der Rat der Syrischen Revolution rief seine Anhänger auf, sich nicht mit UN-Beobachtern zu treffen, damit sie nicht getötet würden.

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  • Wird es den Redakteuren nicht schon selbst langweilig immer wieder die selben Lügen und Kriegstreibenden Meldungen zu verbreiten?
    Werdet euch endlich eurer Verantwortung bewusst und bringt objektive und selbst nachgeprüfte Nachrichten.
    An jedem Menschen der im Falle einer militärischen Intervention stirbt seid ihr genauso schuld wie jeder Soldat der Menschen für Geld und Öl tötet.
    Das es in Syrien nicht um Menschenrechte und friedliche Opposition geht, weiss inzwischen jeder Bürger der sich nur ansatzweise mit diesem Thema beschäftigt hat.

  • "Gewalt in Syrien:
    UN-Beobachter geraten zwischen die Fronten"

    Das hätten sie verhindern können, wenn sie fort geblieben wären. Im übrigen sind die Berichte vom ausschließlich "BÖSEN" Regime und den "NUR ALLERGUTESTEN" Aufständischen nur eine blutig-peinliche Lachnummer und ägyptisch-lybische Wiederholung. Öldurst und Weltregierungsgelüste (bessser: -wahnsinn) dürften bessere Gründe für das Gemetzel sein.

    Den Toten kann es ja schließlich egal sein, ob sie durch Angriffs- oder Verteidigungswaffen ins Jenseits befördert wurden.

  • Frau Clinton entwickelt sich immer mehr zur amerikanischen Claudia Roth. Davon ab ist mir die Verzögerung im Anlauf der VM-Beobachtermission unverständlich - liegt es an den Unterbringungskapazitäten in Syrien?

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