Gewalt in Syrien
UN-Mission auf dem Weg in Kampfzonen

Syriens Präsident Baschar el Assad steht im Verdacht, mit Menschenrechtsverletzungen seine Macht zu erhalten. In die undurchsichtige Nachrichtenlage könnte nun Klarheit kommen. Die UN planen eine humanitäre Mission.
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New YorkDie Vereinten Nationen wollen am Wochenende eine humanitäre Mission nach Syrien schicken, die mögliche Menschenrechtsverletzungen durch die Truppen von Präsident Baschar el Assad untersuchen soll.

«Wir haben die Garantie, dass wir uns überall hinbegeben können, wo wir wollen», sagte am Donnerstag in New York die Chefin der humanitären UN-Einsätze, Valerie Amos. «Wir wollen uns auf die Orte konzentrieren, von denen Kämpfe berichtet wurden.»

Amos hatte seit Wochen bisher vergeblich versucht, eine Mission nach Syrien schicken zu können. Die syrische Armee geht seit Mitte März gewaltsam gegen regierungskritische Proteste im Land vor. Dabei wurden laut Menschenrechtsaktivisten mehr als 2000 Menschen getötet.

Angesichts der Gewalt drängten Deutschland und andere Staaten bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates auf eine Resolution, in der Sanktionen gegen Syrien beschlossen werden sollen. Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Portugal hätten erklärt, dass sie Sanktionen wollen, teilte der britische Vize-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Philip Parham, nach der Sitzung des Gremiums in New York mit. Unter anderem seien ein Einfrieren der Guthaben einzelner syrischer Führungsmitglieder, Reiseverbote und ein Waffenembargo vorgeschlagen worden.

Die Europäische Union und die USA hatten zuvor in einer konzertierten Aktion den Rücktritt Assads gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung forderten zudem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister David Cameron den syrischen Präsidenten zum Rücktritt auf.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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