Gewalt macht eine Teilnahme einiger Gruppen unmöglich
Führende Parteien im Irak für Verschiebung der Wahl

Führende politische Parteien im Irak haben am Freitag eine Petition zur Verschiebung der für 30. Januar geplanten Parlamentswahl um bis zu einem halben Jahr unterzeichnet.

HB BAGDAD. Zu den Parteien gehören auch die des früheren Präsidenten-Kandidaten Adnan Pachachi sowie die beiden größten kurdischen Parteien des Landes PUK und KDP. Nach einem Treffen im Haus Pachachis, an dem auch mindestens drei amtierende Minister teilnahmen, unterzeichneten 15 Parteien und politische Gruppierungen die Petition. An dem Treffen beteiligte sich auch ein Vertreter der Partei von Ministerpräsident Ijad Allaui. Er setzte seinen Namen jedoch nicht unter den Antrag.

Die Unterstützung Pachachis für eine Verschiebung der Wahl ist Experten zufolge beachtenswert. Der sunnitische Politiker gilt als erfahrener Staatsmann und war der Wunschkandidat der Vereinten Nationen für das Amt des irakischen Präsidenten. Einflussreiche sunnitische Gruppen im Land drängen schon seit längerem auf eine spätere Abstimmung, da die in den sunnitischen Gebieten vorherrschende Gewalt eine Teilnahme unmöglich mache. Mehrere Gruppen haben mit einem Boykott gedroht, sollte an dem geplanten Termin festgehalten werden. Viele der während der Herrschaft des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein unterdrückten Schiiten hingegen sind für einen frühen Termin, um ihre Macht zu festigen.

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