Gewaltsame Zusammenstöße
Sieben Tote am Jahrestag der ägyptischen Revolution

Die Gewalt in Ägypten reißt nicht ab. Am Jahrestag der Revolution sind erneut mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das Auswärtige Amt warnt deutsche Touristen in größeren Städten, nicht das Hotel zu verlassen.
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KairoAm dritten Jahrestag des Volksaufstands in Ägypten ist es im ganzen Land zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet wurden. Unter anderem ging die Polizei am Samstag in Kairo mit Tränengas gegen hunderte islamistische und liberale Demonstranten vor, die gegen Armee und Regierung protestierten. Bei einem Anschlag nahe einer Polizeistation in Suez wurden mindestens neun Menschen verletzt.

Als sich Anhänger des vom Militär im vergangenen Sommer gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi und liberale Gegner der derzeitigen Regierung zu Demonstrationen im Stadtzentrum von Kairo versammelten, feuerte die Polizei Tränengasgranaten und Schrotschüsse ab. Die Demonstranten skandierten Slogans wie „Nieder mit dem Regime", bevor sie in Nebenstraßen flohen, wie eine AFP-Reporterin berichtete.

Tausende Unterstützer der vom Militär eingesetzten Übergangsregierung demonstrierten dagegen zum Jahrestag unbehelligt auf dem Tahrir-Platz. Die Teilnehmer ließen Ägyptens neuen starken Mann Abdel Fattah al-Sissi hochleben. Viele trugen Porträts des Armeegenerals, stellvertretenden Regierungschefs und Verteidigungsministers.

In einem Vorort von Kairo gingen linksliberale Demonstranten auf die Straße. Sie riefen Sprechchöre gegen das Militär und die Polizei, aber auch gegen Mursis Muslimbrüder. Die Polizei löste diese Demonstration ebenfalls rasch auf.

In der Hafenstadt Suez explodierte eine Autobombe in einer an die Polizeistation angrenzenden Straße. Mindestens neun Menschen seien verletzt worden, teilte die Armee mit. Zudem wurde eine kleine Brandbombe gegen die Mauer eines Ausbildungszentrums der Polizei in Kairo geworfen. Bei der Explosion sei ein Mensch verletzt worden, erklärte das Gesundheitsministerium.

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