Gewalttätige Proteste: Randale bei Trump-Kundgebung in New Mexico

Gewalttätige Proteste
Randale bei Trump-Kundgebung in New Mexico

Zum ersten Mal während seines Wahlkampfes um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner hat Donald Trump New Mexico besucht. Der Empfang im US-Staat mit dem größten hispanischen Bevölkerungsanteil war rau.

AlbuquerqueDonald Trumps Wahlkampfbesuch im US-Staat New Mexico ist von gewalttätigen Protesten begleitet worden. Aus Wut über den voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner warfen Demonstranten am Dienstagabend (Ortszeit) brennende T-Shirts, Plastikflaschen und andere Gegenstände auf Polizeibeamte und schmissen Mülleimer und Blockaden um. Die Polizei setzte Pfefferspray und Rauchgranaten gegen die Menge vor dem Kongresszentrum der Großstadt Albuquerque ein.

Während seiner Kundgebung in dem Saal wurde Trump mehrmals unterbrochen. Die rufenden Störenfriede hielten Banner mit Aufschriften wie „Trump ist ein Faschist“ und „Wir haben genug gehört“ hoch.

Eine weibliche Demonstrantin wurde aus den Zuschauerrängen gezogen. Andere lieferten sich Handgemenge mit den Sicherheitskräften. Das Zentrum war ansonsten gefüllt mit Tausenden jubelnden Trump-Anhängern.

Trump reagierte in gewohnter Manier auf die Störungen und wies das Sicherheitspersonal an, die Protestierenden aus dem Raum zu entfernen. „Geht nach Hause zu Mami“, sagte er. Angelehnt an Trumps Pläne, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen zu wollen, riefen seine Anhänger: „Baut diese Mauer!“

Am Dienstag war Trump zum ersten Mal während seines Wahlkampfes nach New Mexico gekommen. Dabei handelt es sich um den US-Staat mit dem größten hispanischen Bevölkerungsanteil.

Die Vorfälle in New Mexico überschatteten Trumps Erfolg bei einer Vorwahl im US-Bundesstaat Washington. Trump gewann hier weitere Delegierte für den Parteitag im Juli, wie der Fernsehsender CNN unter Berufung auf Hochrechnungen meldete.

Trump ist nach Vorwahlen in vielen Bundesstaaten in zwischen als einziger Kandidat noch im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Gekürt wird der endgültige Kandidat bei einem Parteikonvent im Juli.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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