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Gewaltwelle: Uno will Druck auf Syrien erhöhen

Russland und China blockieren Sanktionen der Uno gegen die Gewalt in Syrien. Nun greift Ban Ki Moon zu anderen Mitteln: Die UN-Nothilfekoordinatorin soll nach Syrien reisen, auch ein Sondergesandter ist im Gespräch.

Syrische Rebellen in Homs (Amateurfoto). Quelle: dapd
Syrische Rebellen in Homs (Amateurfoto). Quelle: dapd

New YorkUN-Generalsekretär Ban Ki Moon will seine Nothilfekoordinatorin Valerie Amos nach Syrien schicken. Die Britin solle sich ein Bild von der humanitären Lage machen, sagte ein UN-Sprecher am Mittwoch in New York. Zugleich solle sie die Forderung der Vereinten Nationen nach Zugang für humanitäre Hilfe erneuern. Wann Amos reisen wird, war zunächst unklar.

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In einem Brief an alle Mitgliedsländer hatte sich Amos „tief besorgt“ über die Situation in Syrien gezeigt. Viele Menschen seien verzweifelt, zwischen 100.000 und 200.000 seien auf der Flucht. Die meisten seien bei Verwandten untergekommen, etwa 20.000 hätten es ins Ausland geschafft.

Gebraucht würden Nahrung, aber auch Medikamente und selbst Decken. Viele Gebiete seien für die Nothelfer aber gar nicht zugänglich. Amos wolle deshalb so schnell wie möglich nach Syrien reisen und auf Bewegungsfreiheit für die Helfer drängen.

Ban sprach am Mittwochabend in London mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, über einen möglichen Besuch Amos' in Syrien, wie ein UN-Sprecher mitteilte. Die beiden hätten auch darüber diskutiert, wie die Syrien-Resolution der UN-Vollversammlung umgesetzt werden könne. Sie hätten in dem Zusammenhang die Ernennung eines Sondergesandten für Syrien erörtert.

Den Angaben zufolge traf Ban in der britischen Hauptstadt auch den türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu. Der UN-Generalsekretär habe die Hilfe der Türkei für syrische Flüchtlinge gelobt. Zudem habe Ban seine Hoffnung geäußert, dass bei der internationalen Syrien-Konferenz am Freitag in Tunis die Dringlichkeit humanitärer Hilfe deutlich werde.

Die Lage für die syrische Bevölkerung ist vor allem in der Protesthochburg Homs, die seit Anfang Februar unter Dauerbeschuss der Regierungstruppen ist, dramatisch. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) forderte, in Homs und anderen umkämpften Gegenden eine tägliche zweistündige Kampfpause zur Versorgung der Bevölkerung einzuhalten.

Ban hatte ebenso wie Amos mehrfach die syrische Regierung aufgefordert, die Gewalt gegen das eigene Volk zu beenden und Hilfe von außen zuzulassen. Die Rufe verhallten aber ebenso ungehört wie zwei Resolutionen der UN-Vollversammlung, die mit großer Mehrheit Damaskus zu einem Ende der Gewalt aufgefordert hatte. Entschließungen des UN-Sicherheitsrates, der auch Sanktionen verhängen kann, waren zweimal am Veto Russlands und Chinas gescheitert.

Die Unruhen in Syrien halten seit fast einem Jahr an. Allein im vergangenen Jahr sollen laut Uno mehr als 5000 Menschen getötet worden sein. Seitdem kamen vermutlich Hunderte Opfer hinzu. Weil Syrien weder Journalisten noch Beobachter ins Land lässt, gibt es aber so gut wie keine unabhängigen Berichte. Zwei Journalisten, die Undercover ins Land gereist waren, sind am Mittwoch in Homs ums Leben gekommen.

  • 23.02.2012, 16:20 UhrAnonymer Benutzer: Brigitte

    @guenni7

    Bürger, welche auf ihre Mitbürger schießen und Anschläge (z.B. Aleppo) unter Ihnen ausüben, gefallen Ihnen wohl besser?

    Es gefällt mir nicht, dass hier einseitige Hetze betrieben wird, welche dazu dienen soll, dass dann dieses Land ganz offiziell zerbombt und zerstört werden kann. Kennen Sie die mißgebildeten Baby`s in Afghanistan, welche, nach der Bombadierung mit uranhaltiger Munition, auf die Welt kamen und kommen? Gefällt Ihnen das? Hmm, weil Sie mich nach Nordkorea schicken wollen. Wissen Sie, wieviel Leid diese Menschen durch den Weltkrieg, auch noch nach dem Krieg erdulden mußten?

    Ich stehe für den Frieden und für das miteinander reden. Sie nicht? Wußten Sie, dass Medwedew solch ein Gespräch vorschlug, Assad damit einverstanden war, aber die Rebellen dies ablehnten?

    @ Energieelite

    Alle Menschen, welche sich Frieden auf Erden wünschen, sollten aufstehen und ein Ende der Kriege, Misshandlung von Menschen, Lieferung von Waffen in Kriegsgebieten, Inhaftierung von friedlichen Demonstranten, Zerstörung von Häusern, usw. fordern. Doch statt das die vierte Gewalt in unserem Lande beide Seiten des Aufstandes in Syrien zeigt und versucht zu vermitteln, heischt diese um Zustimmung der Leser für die eingeschlagene Richtung und zwar den Krieg gegen Assad.
    Aber nicht nur hier werfe ich den Medien vor, die Menschen für dumm zu verkaufen. In großer Aufmachung wurde uns Wulff in den letzten Tagen vor die Augen geführt, eine Erklärung des ESM-Vertrages und der Folgen, wird den Menschen so gut wie nicht vermittelt. Ich habe sogar den Eindruck, dass Wulff dazu dient, hinter des Volkes Augen Dinge zu verschleiern, welche von diesem so, wie sie durchgezogen werden, nie aktzeptiert werden würden.

    Brigitte

  • 23.02.2012, 12:01 UhrEnergieelite

    Warum schweigen die Linken?

    Syrische Panzer eroeffnen das Feuer in ein Wohngebiet

    Auch wenn man darauf hinweisen sollte, dass die sogenannte ‘syrische Opposition’ zu grossen Teilen ein El Kaida naher islamistischer Aufstand ist, sollte man sich dennoch fragen, was ploetzlich mit der europaeischen und deutschen Linken passiert ist? Wo sind deren Friedensmaersche, ‘Klagemauern’, Eingriffsforderungen, Botschaftsproteste…?

    http://aro1.com/warum-schweigen-die-linken/

  • 23.02.2012, 11:53 UhrEnergieelite

    Ahmadinedschad und Medwedew gegen ausländische Einmischung in die interne Angelegenheit Syriens

    Moskau/Teheran.
    23.02.2012(Stimme Russlands/IRIB)- Präsidenten der Islamischen Republik Iran und der russischen Föderation, Mahmud Ahmadinedschad und Dmitri Medwedew, haben in einem Telefonat die aktuelle Lage in Syrien erörtert.
    Dabei sprachen sich die beiden Staatschefs gegen ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten dieses Landes.
    Medwedjew und Ahmadinedschad sind sich darin einig, dass in diesem Lande die Gewalt gestoppt und der konstruktive politische Dialog zwischen der Regierung und der Opposition ohne Vorbedingungen gestartet werden sollen.

    http://german.irib.ir/

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