Gewerkschaften machen gegen Aushöhlung der 35-Stunden-Woche mobil
Streiks sorgen für Verkehrschaos in Frankreich

In Frankreich hat ein landesweiter Streik für die Sicherung der Kaufkraft und der Arbeitsplätze am Donnerstag den Flug- und Bahnverkehr stark behindert und ein Verkehrschaos verursacht.

HB PARIS. Die meisten Nahverkehrszüge und Busse blieben in ihren Depots. Auf dem Pariser Flughafen Roissy fiel jeder vierte Flug aus, auf dem Pariser Flughafen Orly waren es sogar drei von vier Flügen. Die Betreibergesellschaft ADP riet allen Passagieren, sich zu erkundigen, ob ihr Flug gesichert ist.

Der Streik hatte bereits am Vorabend im Fernverkehr der Bahn begonnen. Zwei Drittel der Regionalzüge und jeder zweite TGV-Fernzug fielen aus. Die Züge nach Deutschland fuhren jedoch nach Plan. Auch viele Lehrer, Postbedienstete, Metallwerker und Mitarbeiter von France Télécom legten die Arbeit nieder.

Die Gewerkschaften machen angesichts von Rekordgewinnen der börsennotierten Konzerne gegen den schleichenden Kaufkraftverlust, Stellenabbau und die Aushöhlung der gesetzlichen 35-Stunden-Woche mobil. Zudem streiken die Flughafenbediensteten gegen Pläne zur Teilprivatisierung der ADP, die Lehrer gegen die Schulreform und die Wissenschaftler für höhere Forschungsausgaben.

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