Gewinner und Verlierer

Fünf Wahrheiten über die Euro-Krise

Profitiert Deutschland vom Euro wirklich am meisten, ist unser Wohlstand in Gefahr, sind die Finanzmärkte schuld an der Krise, wie gefährdet ist Italien und welche Lasten können Banken verkraften? Fünf Euro-Fragen.
  • Uwe Jean Heuser, Mark Schieritz
15 Kommentare
Es stimmt: Deutschlands Ökonomie profitiert von den wirtschaftlichen Vorteilen des Euro besonders stark - aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Quelle: dapd

Es stimmt: Deutschlands Ökonomie profitiert von den wirtschaftlichen Vorteilen des Euro besonders stark - aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.

(Foto: dapd)

44 Prozent der Deutschen befürchten, dass die Euro-Zone zusammenbricht und der Euro scheitert. Was das für sie konkret heißt, kann die Mehrheit allerdings nicht einschätzen. Knapp 52 Prozent der Bevölkerung haben nach eigenen Angaben keine Vorstellung, was ein Zusammenbruch der Euro-Zone für sie persönlich bedeutet. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von Faktenkontor und Toluna unter 1.000 Bundesbürgern. Sind die Ängste berechtigt oder ist es nicht vielmehr so, dass Deutschland der große Krisenprofiteur ist? Hier einige Antworten auf drängende Fragen...

1. Profitiert vom Euro wirklich Deutschland am meisten?
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15 Kommentare zu "Gewinner und Verlierer: Fünf Wahrheiten über die Euro-Krise"

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  • Seite 2: Profitiert Deutschland ... ?

    Wenn ich in meiner Suppenküche eine warme Mahlzeit bekomme
    wird mir wohlig warm.

    Dann freue ich mich
    über den Profit der hiesigen Ökonomie.

  • Die Ratingagenturen drohen nun - nur zwei Tage später - auch Spanien. 45 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, ein immer wilder kollabierender Immobilienmarkt und wegbrechende Steuereinnahmen. Daraufhin kündigt die Regierung am heutige Tag Neuwahlen für den Herbst an.
    Auch Italien steht mit dem Rücken zur Wand. Das Land ist finanziell so klamm, dass es sich voraussichtlich nicht mehr an der eben beschlossenen Griechenlandrettung beteiligen kann.
    Euro-Politiker fordern reflexartig die massive Aufstockung des gerade in der letzten Woche verabschiedeten Rettungsfonds.

  • Wenn wir unser TOP-Rating verlieren und auf die min-destens 2 Bio € Staatsschulden 1% mehr Zinsen bezahlen müssen als jetzt, ist die sog Schuldengrenze Makulatur! So langsam kriegen wie Märkte mit, dass die Politiker, egal welcher Couleur, einfach nur Wahlen gewinnen wollen und deshalb noch nie auch nur ansatzweise über eine Tilgung dieser dynamisch wachsenden Schulden nachgedacht haben. Und die Wähler? Jeder Schwachkopf hofft, es träfe den anderen...

  • Da ist sie wieder die Zensur!!!
    Kommentare die nichts als die Wahrheit aussagen werden gelöscht!!!

    Handelsblatt kannste auch vergessen!!!

  • Echt... dann träume ich wohl insgesamt... am 2.7. Arena auf Schalke.. 0,4 Liter Pepsi 3,90....
    macht 7,63 DM... dafür hätte man zu DM Zeiten auch einen ganzen Kasten Cola bekommen...
    Manche merken es nicht - Sie gehören definitiv auch dazu - Leider!!!


  • Deutschland: Wirklich der große Euro-Gewinner?
    Nur in Deutschland entwickelten sich die Löhne seit Euro-Einführung negativ, während sie in vielen anderen Staaten explodierten.

    Reallohnentwicklung 2000-2008:

    Realeinkommen aus unselbstständiger Arbeit einschl. Arbeitgeberbeträge zur Sozialversicherung: Werte für 2008 aus der Frühjahrsprognose der EU-Kommission.

    Deutschland: -0,8%

    Österreich: +2,9%
    Portugal: +3,3%
    Spanien: +4,6%
    Belgien: +7,2%
    Italien: +7,5%
    Luxembourg: +8,1%
    Frankreich: +9,6%
    Niederland: +12,4%
    Schweden: +17,9%
    Finnland: +18,9%
    Dänemark: +19,0%
    Großbritannien: +26,1%
    Irland: +30,3%
    Griechenland: +39,6%



    Malta: +7,9%
    Zypern: +12,8%
    Polen: +19,0%
    Slowenien: +40,3%
    Slowakei: +48,1%
    Tschechien: +49,1%
    Bulgarien: +51,9%
    Ungarn: 66,7%
    Litauren: +104,4%
    Estland: +132,5%
    Lettland: +188,5%
    Rumänien: +331,7%

    Quelle: Europäische Kommission, Berechnungen WSI 2008 (Hans-Böckler-Stifung 2008).

  • Wer ist Deutschland?

    Mich stört die Verallgemeinerung: Hier steht eine 5%-Elite aus Export-Industriellen, Großaktionären und Finanziers der breiten Masse des Volkes gegenüber.

    Die Frage, ob der Euro den Deutschen genutzt hat, ist schnell objektiv beantwortet:

    Der Deutsche konsumiert immer weniger - dies belegen rückläufige Einzelhandels-Umsatzzahlen der Deutschen Bundesbank vom Mai, so Heiner Flassbeck, UNO-Chefvolkswirt für Welthandel und Entwicklung. Der Vergleichsindex, in den USA das entscheidende Kriterium, sei in den letzten 13 Jahren um sieben Prozent abgefallen.

    Die in Berlin gerne ignorierten Zahlen konterkarieren in eklatanter Weise, den von Politikern verkündeten "XXL-Boom", so Flassbeck. Finanziell komme bei den Arbeitnehmern der Aufschwung nicht an, während hiesige Unternehmen auf mehr Konsum im Ausland warten. Von Deutschland als Wirtschaftslokomotive könne daher keine Rede sein.

    Die "Flexibilisierung der Arbeitsmärkte" treibe die Bundesbürger vielmehr in die Erwartungshaltung, dass sie künftig keinen Zuwachs bei den Einkommen zu erwarten haben. Arbeitnehmer nehmen aus Sorge um ihren Arbeitsplatz immer weitere Lohneinbußen hin, Investitionen in Deutschland unterbleiben folglich.

    ...FF...

  • Wem nützt der Euro wirklich in Deutschland?
    Dem Arbeiter, Angestellten oder Bauern wohl nicht.
    Auch Handwerksbetriebe und Einzelhandel haben keinen Nutzen, da sie ihre Geschäfte im Inland machen.
    Auch nur ein Teil der mittelständischen Betriebe profitiert vom Euro.
    Die Hauptprofiteure sind global agierende Unternehmen (meist Aktiengesellschaften), Banken, (Hedge-)Fonds und die Superreichen, die ihr Geld noch leichter umherschieben können.
    Globale Unternehmen können über den Euro ihre Gewinne und Verluste steueroptimiert in Europa umhertransferieren, da es kein Währungsrisiko mehr gibt.
    Rechnerisch werden Gewinne in Irland gemacht; Verluste in Deutschland angerechnet.

    Deutschen Aktiengesellschaften gehören nur zu einem kleinen Teil der deutschen Bevölkerung; das Gros der Aktionäre sitzt im Ausland.

    Somit ist der Euro ein Instrument um Geld von der Unter- und Mittelschicht zu nehmen und den Reichen zu geben.

  • und wenn sie nicht gestorben sind dann reden sie heute noch den Untergang herbei

  • Entschuldigung, aber wer ist auch so bescheuert, für eine Currywurst mit Pommes € 8,90 zu bezahlen! Da lege ich genau einen Euro drauf und gehe Sonntag-Vormittag in einem guten Restaurant hier in NRW 3 Stunden bestens brunchen....

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