Giorgadse erfüllt Kriterien der Wahlkommission nicht
Kandidatur von Ex-Sicherheitschef abgelehnt

Der frühere Sicherheitschef von Georgien darf sich nicht für die Präsidentschaft bewerben. Er erfülle die Vorraussetzungen nicht, entschied die Wahlkommission.

HB BERLIN. Einer der aussichtsreichsten Bewerber für die georgische Präsidentenwahl am 4. Januar ist von der Wahlkommission abgelehnt worden. Igor Giorgadse galt als einer der wenigen ernst zu nehmenden Konkurrenten für Oppositionsführer Michail Saakaschwili.

Die Wahlkommission kam jedoch zu dem Ergebnis, dass Giorgadse eine wesentliche Voraussetzung für die Zulassung als Kandidat nicht erfüllt. Demnach kann er nicht nachweisen, dass er die letzten beide Jahre in Georgien gelebt hat, wie die Kommission am Samstag mitteilte. Giorgadse musste jedoch 1995 nach einem angeblichen Mordkomplott gegen den inzwischen zum Rücktritt gezwungenen Präsidenten Eduard Schewardnadse aus Georgien fliehen und lebte seitdem in Russland.

Giorgadse hat die Möglichkeit, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Die Chancen stehen dennoch schlecht für ihn, wie ein Sprecher der Wahlkommission sagte. Denn Giorgadse war bereits mit einem ähnlichen Antrag auf Zulassung zur Parlamentswahl im vergangenen Monat gescheitert.

Bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am Freitag hatten sich insgesamt acht Kandidaten für die Präsidentenwahl angemeldet und die erforderlichen mindestens 50 000 Unterschriften vorgelegt. Die Anhänger Saakaschwilis legten die doppelte Zahl vor.

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