Gipfel auf Malta: EU beschließt Zehn-Punkte-Programm gegen Migration

Gipfel auf Malta
EU beschließt Zehn-Punkte-Programm gegen Migration

Die EU-Staaten haben sich während ihres Gipfeltreffens auf Malta auf ein Zehn-Punkte-Programm geeinigt. Damit soll die Migration aus Nordafrika verringert werden. Am Freitag soll es außerdem um den Brexit gehen.
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Valletta/RomDie EU-Staaten haben sich auf ein Zehn-Punkte-Programm verständigt, um den Zustrom von Bootsflüchtlingen aus Nordafrika zu unterbrechen. Dies bestätigten Diplomaten am Freitag beim EU-Gipfel auf Malta.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatten vor Beginn des EU-Gipfels in Malta an die Einheit der Europäer appelliert. „Ich habe gesagt, Europa hat sein Schicksal selbst in der Hand“, sagte Merkel vor Beginn des Treffens am Freitag. Je deutlicher man sich über seine Rolle in der Welt klar sei, desto besser könne man die transatlantischen Beziehungen pflegen. „Deshalb steht für mich hier das Sprechen über Europa im Vordergrund und nicht das Sprechen über andere Teile der Welt“, sagte sie auf eine Frage nach US-Präsident Donald Trump.

Neben Merkel mahnte auch Juncker Geschlossenheit an. Er habe den Eindruck, dass die US-Regierung Europa nicht verstehe. Die EU müsse sich selbst auf die wesentlichen Punkte der weiteren Entwicklung verständigen. „Es gibt einige, die ausbüchsen wollen“, sagte er, Namen nannte er nicht.

Bei ihrem Sondergipfel auf Malta wollen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union vor allem über die Flüchtlingskrise und den bevorstehenden Brexit sprechen.

Rund 180.000 Menschen erreichten im vergangenen Jahr Europa über das zentrale Mittelmeer. Die EU setzt nun unter anderem auf eine bessere Ausbildung der libyschen Küstenwache. Diese soll Schlepperboote abfangen und die Menschen zurück nach Nordafrika bringen.

Am Vorabend des Gipfels in Valletta schloss Italien mit Libyen bereits eine entsprechende Vereinbarung. Demnach sollen unter anderem die libysche Küstenwache und der Grenzschutz im Kampf gegen illegale Einwanderung unterstützt werden, sagte der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni nach einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten der libyschen Einheitsregierung, Fajis al-Sarradsch, in Rom.

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  • >> EU beschließt Zehn-Punkte-Programm gegen Migration >>

    Plötzlich heisst es Migration, nicht mehr Flüchtlingskrise..............?

    Sieh an, sieh an, da sind ja noch welche lennfähig..................................???????????

    Diese EU kann Pünktchen-Programme beschliessen, soviel sie will......1 Pünktchen, 100 Pünktchen....alles für die Katz !

    Man hat auf Staatskosten einen Ausflug ins frühlinghafte Malta gemacht, gut gegessen und gut getrunken, sich gegenseitig auf die Schulter geklopft oder sich auch aus dem Weg gegangen, als Hauptereignis ein gemeinsames FOTO geschossen ( als Nachweis der Aktivität ), einen üblichen Unsinn als Pünktchenprogramm niedergeschrieben.....und ab ins Wochenende !

    So geht Schmarotzerkleptokratie heute !


  • Ein Zehn-Punkte Plan ersetzt keine Führungsstärke. Erst recht nicht auf dem dem europäsichen Kontinent der Völkervielfalt (Nationen).
    Merkel hat keine Führungsstärke und hat diese auch nie besessen. Merkel ist und bleibt eine Marionette ohne Durchsetzungskraft. Das einzige was Merkel kann...die Deutschen Bürger für Dumm verkaufen mit der Angstmacherei und Nächstenliebe (Moral Propganda) fügig halten. Das wird aber nicht mehr lange von den Deutschen Wähler akzeptiert werden und die Quittung wird diese Kanzlerindarstelliern Merkel bei den Wahlen noch bekommen.

  • EU beschließt Zehn-Punkte-Programm gegen Migration...........
    Die können viel beschließen, die Engländer,.....die Räte wie Herr Schulz verlassen das sinkende Schiff, wer sind die überhaupt noch ? Merkel und mir fällt keine ein.

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