Gipfel in Schottland
G8-Runde will offenbar Versprechungen machen

Die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G8) wollen sich auf ihrem Gipfel offenbar nachdrücklich zu den Zielen der so genannten Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels bekennen. Knackpunkte dieser Verhandlungen sind die Agrarsubventionen der reichen Länder und hohe Zölle für Importe.

HB EDINBURGH. In einem vorläufigen, noch nicht endgültig abgestimmten Dokument verpflichten sich die G8-Staaten, ihre Märkte zu öffnen und so Handelshemmnisse zu beseitigen. Endziel sei es, alle Exporthilfen abzuschaffen, heißt es in dem Entwurf, den die G8-Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel im schottischen Gleneagles noch absegnen müssen.

In dem Papier rufen die G8-Staaten USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Japan, Großbritannien und Russland alle Länder der Welthandelsorganisation (WTO) auf, verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, um die so genannte Entwicklungs- oder auch Doha-Runde bis Ende 2006 erfolgreich abzuschließen. In dem Dokument verpflichten sich die G8 zudem, die Entwicklungsländer besser am Welthandel zu beteiligen.

Ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen wäre einer der wichtigsten Schritte für mehr Wirtschaftswachstum und weltweit höhere Lebensstandards. Die bisherigen Forschritte der 2001 begonnenen Doha-Runde sind eher bescheiden.

Nach den Krawallen zum Auftakt des G8-Gipfels am Mittwoch blieb es in der Nacht zum Donnerstag ruhig. Eine Polizeisprecherin sagte, es habe keine Zwischenfälle gegeben. Die Polizei hatte am Abend vorsorglich ein Zeltlager von Globalisierungskritikern in der Nähe des Tagungsortes abgeriegelt. Am Mittwoch hatte die Polizei insgesamt 182 Demonstranten festgenommen. Acht Polizisten und mindestens ein Demonstrant wurden verletzt. Nach einem BBC-Bericht sollen viele der Festgenommenen Deutsche sein.

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