Gipfelbeschluss
Europas Banken müssen ihre Kapitalpolster ausbauen

Die EU verordnet Europas Banken ein höheres Kapitalpolster gegen die Krise. Die Kernkapitalquote soll vorübergehend auf neun Prozent erhöht werden. Und auch die Banker selbst müssen eine bittere Pille schlucken.
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Europas Großbanken müssen sich mit gut 100 Milliarden Euro mehr Eigenkapital gegen den Sturm der Euro-Schuldenkrise wappnen. Die EU-Staats- und Regierungschefs besiegelten auf ihrem Gipfel am Mittwochabend in Brüssel die Pflicht für die Banken, die Kernkapitalquote vorübergehend bis Mitte 2012 auf neun Prozent zu erhöhen. Die europäische Bankenaufsicht EBA erklärte in London, nach vorläufigen Berechnungen sei ein zusätzlicher Kapitalpuffer von 106 Milliarden Euro notwendig. Die EU-Staaten verpassten den Banken zudem eine bittere Pille: Bis die höhere Quote erreicht ist, müssen die Geldhäuser Dividenden und Boni einbehalten.

Die rund 60 größten Banken sollen durch die strengeren Anforderungen für den Schuldenschnitt Griechenlands gerüstet werden. Die Aufseher wollen verhindern, dass durch die Schuldenkrise eine neue Bankenkrise ausgelöst wird und am Ende die Realwirtschaft leidet, weil der Kredithahn zugedreht wird. Um Griechenlands Schuldenlast zu erleichtern, sollen die privaten Gläubigerbanken dem Land 50 Prozent der Zahlungsverpflichtungen aus seinen Staatsanleihen erlassen. Darauf hatten sich der Welt-Bankenverband IIF und EU-Unterhändler in der Nacht geeinigt.

Die Stärkung der Banken sei ein Beitrag, in der gegenwärtigen Krise für Stabilität zu sorgen und Vertrauen aufzubauen, erklärte die EBA. „Der Aufbau der Kapitalpuffer wird den Banken erlauben, eine Reihe von Schocks zu überstehen.“ Die größte Lücke klafft mit 30 Milliarden Euro bei den griechischen Banken, sie halten etwa die Hälfte der gut 200 Milliarden Euro ausstehender griechischer Staatsanleihen, deren Kurse in der Krise komplett einbrachen.

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Deutsche Banken brauchen keine Staatshilfe

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  • "Die Regierungen treibt deshalb die Sorge um, dass die Banken der Wirtschaft den Kredithahn zu stark zudrehen, um höhere Risikopuffer zu erreichen. Das sollen die Aufsichtsbehörden verhindern."

    Hoffentlich schafft es die Bafin dieses Mal, nachdem sie in der Vergangenheit schon oft versagt hat, ganz eklatant im HRE-Skandal, wo sie angeblich nicht wusste, dass Georg Funke gelogen hat, als er sagte, die HRE stände blendend da. An sich hätte eine funktionierende BaFin Herrn Funke wegen Konkursverschleppung anzeigen müssen.

  • "...und am Ende die Realwirtschaft leidet, weil der Kredithahn zugedreht wird"

    Schon wieder diese primitiven Ackermann-Drohungen! Da fallen wir Deutsche nicht mehr herein. Das ist doch die einmalige Gelegenheit, Geld für Kredite an die Realwirtschaft ohne den teuren Umweg über private Banken direkt von der Notenbank oder nur über die vielen deutschen staatlichen bzw. öffentlich-rechtlichen Institute wie Landesbanken zu schöpfen. Dann wären die endlich von Nutzen. Außerdem haben wir noch die vielen Genossenschafts-Banken.

    An sich die einmalige Gelegenheit, diese Schmarotzer der Menschheit obsolet zu machen. Das haben sie sich selbst zuzuschreiben. Überhaupt nichts gelernt aus der Finanzkrise 1.0 anno 2007-2009.

    Unsere großen Export-GobalPlayer wie VW, Siemens oder BMW haben ohnehin schon ihre Hausbanken. Also kann Ackermann mit seiner fälschlicherweise "Deutschen" Bank nach London oder in Ackermanns eigenes Flop-Casino in Las Vegas auswandern.

    Die Postbank bleibt natürlich hier, müsste Natürlich-zahlen-die-Deutschen-Steinbrück sagen, wenn er sich nach dem von ihm eingebrockten HRE-Skandal wieder unser Vertrauen zurückgewinnen will. In Anbetracht seiner HRE-BadBank FMS mit 170 Milliarden Risiko-Euro, die er uns ungefragt untergejubelt hat, ist das aber ein Ding der Unmöglichkeit.

    Ist Steinbrück nicht der mit der "Neuen Erzählung von Europa", gibt es das schon als Märchenbuch für Politiker?

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