Gipfeltreffen EU-China am Montag
EU-Staaten geben chinesische Textilien nicht frei

Die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) haben sich am Freitag nicht auf eine Freigabe der an den Grenzen lagernden Millionen chinesischer Textilien geeinigt. „Die Gespräche sind gescheitert, es gibt keine Einigung“, sagte am Abend ein EU-Diplomat, der an den Verhandlungen in Brüssel teilgenommen hat.

HB BRÜSSEL. Zu viele EU-Länder seien vor den geplanten weiteren Gesprächen mit China nicht bereit, die Quoten zu lockern. EU-Handelskommissar Peter Mandelson kündigte an, die Verhandlungen der Mitgliedsländer würden am Wochenende fortgesetzt. Mandelson wird am Sonntag in China zu einem Treffen mit Handelsminister Bo Xilai erwartet. Am Montag soll das Gipfeltreffen EU-China in Peking stattfinden.

Derzeit geben die Zollbehörden der EU-Staaten rund 80 Millionen aus China kommende Kleidungsstücke nicht zur Einfuhr frei. Grund dafür sind neue Importquoten für chinesische Textilien, die vielfach ausgeschöpft sind. Viele europäische Einzelhändler befürchten Umsatzeinbußen und haben vor dem Verlust von Arbeitsplätzen gewarnt, falls die Waren nicht zügig in die Regale kommen. Die EU ist in der Frage der Importquoten gespalten. Länder mit einer großen Textil-Industrie wie Frankreich, Italien, Spanien und ein Teil der osteuropäischen EU-Staaten sind für die strikte Einhaltung der Quoten.

Anderseits haben Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Schweden und Finnland etwa vor Firmenpleiten im Handel gewarnt, sollten die Beschränkungen nicht gelockert werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%