Gipfeltreffen in Havanna
Blockfreie wollen mehr Einfluss

Mehrere Staatschefs aus dem Kreise der blockfreien Staaten fordern eine Reform der Vereinten Nationen und eine Entmachtung des Sicherheitsrates. So wollen sie den Blockfreien mehr Einfluss verschaffen.

HB HAVANNA. Die Staats- und Regierungschefs der blockfreien Staaten haben am Samstag in Havanna ihre Beratungen über eine Stärkung ihrer Bewegung fortgesetzt. Sie wollten in der Nacht zum Sonntag (MESZ) die Abschlussdokumente des XIV. Gipfeltreffens der Bewegung verabschieden. Darin sollten nach dem Entwurf des Gastgebers Kuba der Imperialismus der USA und der die Welt beherrschende Neoliberalismus verurteilt sowie eine Reform der Vereinten Nationen gefordert werden.

In Anwesenheit von UN-Generalsekretär Kofi Annan hatten der venezolanische Präsident Hugo Chávez und der Präsident des Irans, Mahmud Ahmadinedschad, die Blockfreien aufgefordert, für eine Reform der UN einzutreten und den von den USA, China, Frankreich, Russland und Großbritannien besetzten Sicherheitsrat zu entmachten. Annan unterstrich die Bedeutung der Bewegung mit ihren 118 Mitgliedern und würdigte den erkrankten kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und dessen Rolle in der Bewegung.

Der 1961 gegründeten Bewegung der Blockfreien gehören sehr unterschiedliche Länder an –- von Afghanistan bis zur Zentralafrikanischen Republik. Neben erklärten Gegnern der USA zählen auch Indien und Pakistan zu den Mitgliedern. Das einzige europäische Land ist Weißrussland.

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