Gipfeltreffen
Südkoreas Präsident will zu Fuß in den Norden

Historischer Tag für Korea: Vertreter von Nord und Süd treffen sich am Dienstag zum zweiten Mal in ihrer Geschichte zu einem Gipfeltreffen. Formal befinden sich der kommunistisch geführte Norden und der westlich orientierte Süden nach wie vor im Kriegszustand. Nun plant Südkoreas Präsident eine besondere Friedensbotschaft.

HB SEOUL. Als erstes südkoreanisches Staatsoberhaupt will Präsident Roh Moo Hyun auf der Reise zum Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il zu Fuß die innerkoreanische Grenze überqueren. Lee sprach von einem „historischen Moment“, der den Weg zu einem dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel ebnen werde. Roh plane zudem, vor seiner Grenzüberquerung eine Friedensbotschaft zu verkünden, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap.

Das zweite Gipfeltreffen in der Geschichte beider Staaten findet vom 2. bis 4. Oktober statt. Roh und eine Delegation von knapp 300 Beamten, Wirtschaftsvertretern, Experten und Journalisten sollen mit Autos über die Straße im Westteil der vier Kilometer breiten Pufferzone zwischen beiden Ländern nach Pjöngjang gebracht werden.

Beide Seiten hatten sich auf eine umfangreiche Tagesordnung für das Spitzentreffen verständigt, die Diskussionen über Frieden, gemeinsamen Wohlstand und die Bemühungen um die Wiedervereinigung vorsieht. Beim ersten Gipfel vor sieben Jahren war der damalige südkoreanische Präsident Kim Dae Jung nach Pjöngjang geflogen.

Süd- und Nordkorea befinden sich völkerrechtlich noch im Kriegszustand, da seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) noch immer kein Friedensvertrag zustande gekommen ist. Das noch immer gültige Waffenstillstandsabkommen hatten damals Nordkorea und China auf der einen Seite und das von den USA geführte Uno-Kommando auf der anderen Seite unterzeichnet. Die USA sind grundsätzlich zu einem Friedensvertrag mit dem Regime in Pjöngjang bereit. US-Präsident George W. Bush hatte im September jedoch bekräftigt, dass Nordkorea zunächst sein Atomwaffenprogramm aufgeben müsse.

Dazu ist Nordkorea offenbar bis Ende des Jahres bereit. . Die Führung in Pjöngjang wolle bis dahin auch ihr Nuklearprogramm vollständig offen legen, berichteten japanische Medien am Montag. Die Frage, wann Nordkorea von einer US-Liste mit Terrorstaaten gestrichen werde, sei dagegen weiterhin offen.

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