„Gleichberechtigte Partner“
Obama schmeichelt Japanern

Drei Tage nach dem jüngsten Feuergefecht zwischen süd- und nordkoreanischen Marineschiffen hat Nordkorea seine Drohgebärden Richtung Südkorea verstärkt. Obama nutzt den Moment, um den Japanern demonstrativ den Rücken zu stärken: Die Staatschefs warnten die kommunistischen Machthaber und wiesen auch die afghanische Regierung in ihre Grenzen.
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HB TOKIO. US-Präsident Barack Obama hat zum Auftakt seiner Fernostreise erneut betont, dass das Afghanistan-Engagement seines Landes „nicht endlos“ sein werde. Eine Entscheidung über eine Truppenaufstockung und die weitere strategische Ausrichtung werde „bald“ fallen, kündigte Obama am Freitag in Tokio nach einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsident Yukio Hatoyama an. Das Ziel der Alliierten bleibe, den Afghanen die Verantwortung für ihre Sicherheit zu übertragen. Obama würdigte die Verpflichtung Japans, in den kommenden fünf Jahren Afghanistan mit fünf Milliarden Dollar und Pakistan mit einer Milliarde Dollar Finanzhilfe zu unterstützen.

Die USA seien eine „pazifische Nation“, für die der Ausbau der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu den ost- und südostasiatischen Staaten von essenzieller Bedeutung sei, betonte Obama. Das Bündnis mit Japan bilde dabei ein Kernstück. Hatoyama erklärte: „Angesichts der Veränderungen des globalen Umfelds möchte ich sie (die Beziehungen) vertiefen und weiter entwickeln und eine konstruktive und zukunftsorientierte Allianz zwischen Japan und den USA schaffen.“

Die beiden Länder wollten „Wege finden, die Allianz für das 21. Jahrhundert zu erneuern und aufzufrischen“, so Obama. Die USA und Japan seien völlig gleichberechtigte Partner, die aufgrund von gemeinsamen Interessen und Werten verbunden seien. Beide Länder seien als größte Wirtschaftsmächte der Welt in besonderem Maße der Stabilisierung verpflichtet, sagte Obama. Auch deshalb sei es wichtig, die bilaterale Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

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