Gleichberechtigung
EU-Kommission liebäugelt mit Frauenquote

Die EU-Kommission denkt über eine verpflichtende Frauenquote nach. Grundrechtekommissarin Viviane Reding könnte noch in diesem Sommer Gesetzesvorschläge für eine europaweite Vorgabe machen.
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BrüsselEuropa rückt einen Schritt näher an eine verpflichtende Frauenquote. EU-Grundrechtekommissarin Viviane Reding könnte noch in diesem Sommer Gesetzesvorschläge für eine europaweite Vorgabe machen. „Ich bin zu allem bereit“, sagte Reding im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“. „Ich bin kein Fan von Quoten. Aber ich mag die Ergebnisse, die Quoten bringen.“

Nennenswerten Fortschritt habe es in Europa nur in Frankreich und den Niederlanden gegeben. In beiden Ländern gibt es gesetzliche Vorgaben für den Anteil von Frauen in Führungspositionen. „In zwei Dritteln der Mitgliedsländer sehen wir nur Stillstand, das ist völlig ungenügend, ja, lächerlich“, sagte Reding, die am Mittag in Brüssel auf einer Pressekonferenz weitere Details zu ihren Plänen vorlegen wollte. In Deutschland sei der Frauenanteil ebenfalls gestiegen.

Die EU-Kommission will nun bis Ende Mai die Öffentlichkeit befragen. Von den Ergebnissen wird abhängen, ob die Brüsseler Behörde einen Gesetzesvorschlag macht oder nur eine Empfehlung. Dabei will Reding auch Vorschläge sammeln zur Höhe der Quote, betroffenen Unternehmen, Zeitvorgaben und Sanktionen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Anzahl der Mannsweiber nimmt stetig zu. Es ist kein Wunder, dass wir in Deutschland einen Geburtenrückgang verzeichen. Wer möchte als Mann (abgesehen von einigen Ausnahmefällen, die hier nicht weiter beachtet werden sollten) neben etwas so derartig unweiblichen und u.U. bärtigem Etwas aufwachen, die sich am Abend am A..ch kratzt und nach Kaffee schreit. Davon abgesehen, muss beachtet werden, dass Frauen bei Schwangerschaft über 1 Jahr sich von der Arbeit befreien lassen und somit eine Position blocken, wenn diese denn nach diesem Jahr überhaupt noch lust haben.

  • Die Voll-Verssager aus Brüssel melden sich mal wieder.

    Mit einem Vorschlag, der so nötig ist wie die EU-Gurkenverordnung.

  • Das Schlimme bei solchen Quoten ist immer der Zwang. Was tun wenn einfach niemand passendes (gutes) gerade zur Verfügung steht? Wenn da eine Frau ist, die einen klasse Job macht, dann kommt sie auch in die Positionen. (Ich will hier nicht verschreien, dass Frauen es nach wie vor etwas schwerer haben als Männer). Sie haben es aber nicht einfacher wenn das per Gesetz geregelt wird. Wie beschissen wenn man weiß, dass es die Quotenregelung war, die einen auf den Platz gesetzt hat.
    Immer dieser Glaube, alles mit Gesetzen regeln zu müssen. Das Einzige was dadurch passiert ist, dass wir es uns selbst (gegenüber anderen Ländern) immer schwerer machen. Selbst wenn der Gedanke ja durchaus moralisch nach zu vollziehen ist. Und dann wundern wir uns, dass der internationale Wettbewerb immer härter wird. Wir sind so ziemlich das teuerste Land und brauchen daher jeden internationalen Wettbewerbsvorteil den wir haben, um dies auch weiterhin finanzieren zu können. Aber nein - da legen wir uns lieber selbst noch ein paar Regeln auf. Wir spinnen, wir Deutsche...

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