Gleichstellungsdebatte
US-Militär will Homo-Ehepartner gleichstellen

In 29 von 50 US-Staaten ist die Ehe von Homosexuellen illegal. Laut Bundesgesetz stand sie bis vor kurzem nur Mann und Frau zu. Ausgerechnet das strenge US-Militär geht jetzt einen Schritt auf Schwule und Lesben zu.

WashingtonDie US-Armee treibt die Gleichstellung von Homosexuellen voran. Gleichgeschlechtliche Ehepartner von Mitarbeitern des Militärs sollten künftig dieselben Leistungen zustehen wie anderen verheirateten Paaren, dazu zählten Unterkunft oder Krankenversicherung, kündigte das Pentagon am Mittwoch an. Die Paare müssten dafür einen gültigen Trauschein vorweisen. Viele der Leistungen würden dann rückwirkend erstattet.

„Das Ministerium behandelt nun alle verheirateten Mitarbeiter des Militärs gleich“, sagte Verteidigungsminister Chuck Hagel in einer Mitteilung. Sein Vorgänger Leon Panetta hatte bereits einige der Regelungen des Pentagon gelockert. Bekennende Homosexuelle können seit knapp zwei Jahren offen im US-Militär dienen. US-Präsident Barack Obama hatte ein entsprechendes Verbot 2011 widerrufen.

Die Ankündigung folgt auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs. Dieser hatte die Rechte von Schwulen und Lesben in einem Grundsatzurteil Ende Juni gestärkt. Homosexuelle Ehepaare haben danach künftig die gleichen Rechtsansprüche auf staatliche Leistungen wie heterosexuelle Ehepaare. Legal heiraten können Schwule und Lesben bislang in zwölf US-Staaten, der Hauptstadt Washington und bald wieder in Kalifornien. In 29 der 50 Bundesstaaten ist die gleichgeschlechtliche Ehe hingegen strikt verboten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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