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Globale Wettbewerbsfähigkeit: Der Vorsprung der Industrieländer schrumpft

In der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit bleibt die Schweiz weiter unschlagbar. Doch gerade China und die anderen BRICS-Staaten setzen ihre Aufholjagd im Global Competitiveness Index weiter fort.

Bauarbeiten am Finanzcenter in Shanghai. Quelle: AP
Bauarbeiten am Finanzcenter in Shanghai. Quelle: AP

Der diesjährige Global Competitiveness Report ist ein Spiegelbild der weltwirtschaftlichen Gewichtsverlagerung: Die USA büßen weiter an Wettbewerbsfähigkeit ein, während die BRICS-Länder gegenüber den Industrienationen aufholen. Deutschland fällt einen Rang zurück, bleibt aber – was den Punktwert angeht – stabil. Zu den ursprünglichen BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China ist inzwischen auch Südafrika gestoßen.

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Dem Vorbild in Sachen Wettbewerbsfähigkeit kann auch in diesem Jahr keiner etwas vormachen. Die Schweiz belegt zum dritten Mal in Folge den ersten Rang des Global Competitiveness Reports 2011, den das World Economic Forum heute vorstellte.

Der Insel der wirtschaftlichen Glückseligkeit kann auch der starke Schweizer Franken nichts anhaben, denn die etwas schlechter eingeschätzte wirtschaftliche Lage wird durch die anderen Komponenten, wie die hohe Innovationsfreude und die exzellente Infrastruktur, mehr als ausgeglichen, sodass die Schweizer Wirtschaft immer noch die wettbewerbsfähigste der Welt ist.

Weltkonjunktur

Auf den nachfolgenden Plätzen geht es spannender zu: Die USA, die die Rangliste noch bis 2008 anführten, fielen noch einmal zurück und liegen nun auf Platz 5. Die Wirtschaft habe das Vertrauen in politische Institutionen und Politiker verloren, so die Autoren des Reports. Sie bemängeln vor allem die zunehmende Regulierung und die ausufernde Staatsverschuldung.

Beim Kriterium „makroökonomische Stabilität“ belegen die USA nur Platz 90 der insgesamt 142 untersuchten Nationen. „Trotz der Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung dürfen Politiker die langfristige Wettbewerbsfähigkeit nicht aus den Augen verlieren“, mahnt deshalb Xavier Sala-i-Martin, VWL-Professor an der Columbia University in den USA und Ko-Autor der Studie. Nur wenn die Industrieländer ihre Defizite in den Griff bekämen und die Wettbewerbsfähigkeit verbesserten, könne eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung eintreten.

  • 07.09.2011, 17:54 UhrSiggi40

    "Nur wenn die Industrieländer ihre Defizite in den Griff bekämen und die Wettbewerbsfähigkeit verbesserten, könne eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung eintreten".

    Damit wäre das Scheitern vorprogrammiert. Seit den 70ern verschulden sich die westlichen Industriestaaten, produzieren einen Wohlstand auf Pump, sogar in wirtschaftlich guten Jahren werden immer neue und immer mehr Kredite aufgenommen.

    Jetzt sind wir nur an dem Punkt anbelangt, wo es keine Geldgeber für neue Schulden gibt. Die Staatsanleihen entpuppen sich durchgehend als Verlustgeschäft. Theoretisch kein Problem, weil die Banken, die die Staatsanleihen finanzieren, das Geld von der Zentralbank erhalten und nicht schlecht von der Zinsdifferenz leben. Aber gemäß Bilanzen und den Risiken außerhalb der Bilanzen, sind fast alle Banken schon längst pleite. Bis dato sind es aber genau die Banken, die unendlich von der Wirtschaftskrise, von der gigantischen Verschuldung partizipieren. Kein Wunder, dass sie diesen Zustand so lange wie nur irgend möglich fortführen möchten, z.B. durch Euro-Bonds, und die Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten in Kauf nehmen.

    Also kann man die Aussage abhaken, dass eine wirtschaftliche Verbesserung der Industrieländer eintritt, wenn die ihre Defizite in den Griff bekommen.

    Die Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche Erholung in den westlichen Industriestaaten wäre ausnahmslos ein Reset im Finanzsystem und einer Aufteilung von Geschäfts- und Zockerbanken.
    Wie bitteschön soll langfristig Wohlstand erwirtschaftet werden, wenn unsere Kinder schon vor Eintritt ins Berufsleben mit Billionen von Schulden der Eltern belastet sind?

  • 07.09.2011, 14:57 UhrAnonymer Benutzer: Tom

    Diese Art von Artikel ist von seiner Anlage her mit einer der Quellen der aktuellen Wirtschaftsprobleme. Die Autorin arbeitet sicher sauber und zitiert eine Studie eines unabhängigen Instituts.
    Aber:
    Wie bei allen Ringzitierungssystemen ist die Qualität der (ursprünglichen) Aussagen nicht mehr zu hinterfragen. Darum konnte man einen Immobilienboom (bzw. Blase) in den USA feiern. Niemand konnte den Wert einer Immobilie, die nur ein Bretterverschlag war einschätzen.

    Woher kommen eigentlich die Wirtschaftsdaten von Ländern wie China? Wenn die ursprüngliche Quelle deren Statistikämter sind, dann kann man die Aussagen vergessen. Denen ist noch weniger zu trauen als den griechischen Ämtern.

  • 07.09.2011, 14:11 UhrAnonymer Benutzer: Adolf

    Das ist unfair, dieser Vorsprung sollte unantastabar sein, so wie düe Würde des Manschen.
    Das ist nur Neid, die andere gönnen uns diesen Vorsprung nicht.
    Das gehört aber zu unseren Errungenschaften.

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