Globales Abkommen
Commonwealth stellt sich hinter Klimaziele

Eine Woche vor dem Klimagipfel von Kopenhagen haben die 54 Commonwealth-Staaten ein bindendes Abkommen zur Senkung des CO2-Ausstoßes gefordert. Auch Indien deutet die Bereitschaft an, in Stockholm ein globales Abkommen mitzutragen. Dagegen stand beim Commonwealth-Gipfel ein anderer Klimasünder am Pranger.
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OTTAWA. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen müssten schnellstmöglich alle denkbaren Maßnahmen ergriffen werden, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden, heißt es im Abschlussdokument des Treffens im Karibikstaat Trinidad und Tobago. Das Commonwealth umfasst Großbritannien und seine früheren Kolonien und repräsentiert etwa ein Drittel der Weltbevölkerung. Zu den Mitgliedern gehören große Klimasünder wie Australien, Indien und Kanada.

Unterstützung für Hilfsfonds

Die Commonwealth-Staaten unterstützten zudem die Bildung eines von Großbritannien und Frankreich vorgeschlagenen Hilfsfonds, in den Industrienationen, zunächst sollen zehn Mrd. Dollar zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern finanziert werden. Mit der Commonwealth-Erklärung wachsen die Hoffnungen wieder, dass der Kopenhagener Gipfel vom 7. bis 18. Dezember doch mehr bringt als unverbindliche Absichtserklärungen. Am Wochenende hatte auch Indien, das bindende Ziele bisher abgelehnt hatte, seine Bereitschaft erklärt, „ehrgeizige globale Ziele für die Senkung von Emissionen oder die Begrenzung des Temperaturanstiegs“ mitzutragen.

Dafür stand beim Commonwealth-Gipfel Kanada als Klimasünder am Pranger. Premier Stephen Harper missachtet offen die Verpflichtungen, die sein Land unter der früheren liberalen Regierung eingegangen war. Statt die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um sechs Prozent zu senken, hat Kanada sie um 26 Prozent steigen lassen.

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