Golanhöhen

Israel verlegt neue Landminen

Um propalästinensische Demonstranten daran zu hinder, in die Golanhöhen vorzudringen, verlegt Israel an der Grenze zu Syrien neue Landminen. Außerdem wurden weitere Scharfschützen positioniert und Gräben ausgehoben.
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Landminen: Damit will Israel den Grenzübertritt vieler Menschen verzögern oder auch verhindern. Quelle: Reuters

Landminen: Damit will Israel den Grenzübertritt vieler Menschen verzögern oder auch verhindern.

(Foto: Reuters)

JerusalemIsrael verlegt an seiner nordöstlichen Grenze zu Syrien offenbar neue Landminen. Wie das von den Streitkräften des Landes herausgegebene Magazin „Ba'mahaneh“ berichtete, sollen damit propalästinensische Demonstranten daran gehindert werden, in die Golanhöhen vorzudringen. Die Maßnahme sei Teil der Vorbereitungen auf für September erwartete Protestaktionen, hieß es. 

Gemeinsam mit den militärischen Möglichkeiten sowie Scharfschützen dienten die Minen dazu, den Grenzübertritt vieler Menschen zu verzögern oder auch zu verhindern, sagte Major Ariel Iluz dem Magazin zufolge. „Ba'mahaneh“ schrieb nicht, wie viele Minen bislang verlegt wurden. Ein Sprecher der Streitkräfte war zunächst nicht zu erreichen. Das Magazin berichtete weiter, dass die Streitkräfte noch weitere Maßnahmen ergriffen hätten. Dazu gehörten die Verstärkung von Zäunen entlang der Grenze, eine Aufstockung der Infanterie, die Postierung weiterer Scharfschützen sowie das Ausheben von Gräben. 

Im Juni hatten israelische Soldaten an der Grenze zu den Golanhöhen das Feuer auf von syrischer Seite kommende Demonstranten eröffnet und mindestens 20 Menschen getötet. In dem Gebiet ausgelegte ältere Minen waren dabei nicht detoniert. Die Golanhöhen sind seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 von Israel besetzt.

 

  • dapd
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18 Kommentare zu "Golanhöhen: Israel verlegt neue Landminen"

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  • Das ist sehr gut gesagt. Genau so ist es.
    Offensichtlich scheinen die beiden Freunde USA und Deuschland, Israels vergessen zu haben, dass Israel dort eingedrungen ist und die Palästinenser verjagt hat, nicht umgekehrt
    Der neuerliche Siedlungsbau zeigt doch, dass Israel an Freiden gar nicht interessiert ist

  • Israel interessiert es nicht, ob irgend etwas geächtet ist oder nicht.
    Für mich sit Israel ein absolut ge3fährliches Land und es wird Zeit, dass diesem Land mal die rote Karte gezeigt wird

  • Und unsere "Regierung" unterstützt dieses korrupte Regime in Israel mit Geld und Waffen !!!!!!!!!!!
    Und ihr dummen Schafe (Bürger) habt unser korruptes Regime gewählt - und das nächste wird auch wieder von euch Dummköpfen gewählt werden !!!!
    Ich schäme mich mittlerweile zur Rasse "Mensch" zu gegören !!!

  • Zur Begriffsklärung -"Palästinenser"
    Der oben genannte Kommentar benutzt den Bergriff im geläufigen sinne, der etwa der Definition bei Wikibedia entspricht:
    "Als Palästinenser galten ursprünglich alle Bewohner des gesamten britischen Mandatsgebiets Palästina. Heute wird diese Bezeichnung vor allem für die Arabisch sprechenden Bewohner im Westjordanland und dem Gazastreifen sowie für im Ausland lebende Angehörige gebraucht. Für jüdische Bewohner Israels ist diese Bezeichnung inzwischen nicht mehr gebräuchlich, selbst wenn es sich um „Sabre“ aus der Mandatszeit handelt. Araber mit israelischen Bürgerrechten werden, manchmal fallweise variierend, als Palästinenser oder als arabische Israelis bezeichnet.
    Die meisten arabischen Palästinenser sind Muslime (schafiitischer Richtung), eine Minderheit ist christlich und gehört vorwiegend der Orthodoxen Kirche (Patriarch von Jerusalem) an ...

    Zur Frage:
    Alternativ zum völkerrechtwidrigen Einsatz von Landminen schlage ich ernsthafte Verhandlungen vor, die eine Grenzziehung intendiert, welche auch die Interessen der Palästinenser und der israelischen Nachbarn berücksichtigt. Die Vereinigten Nationen und Obama machten bereits gute Vorschlägen. Außerdem hehört den Menschen im Westjordanland im Gazastreifen und auf den Golanhöhen die Menschenrechte zuerkannt.

    Ansonsten:
    Man braucht für Schritte in die richtige Richtung nicht Martin Luther heranzuziehen und auch "Verschmelzungen" mit igendwelchen "Wirtsvölkern" klingen nicht sehr ziehlweisen.

  • Der h-rr wird gar nichts tun, jeder ist für sein Verhalten und den Konsequenzen daraus selbst verantwortlich, weil er ein intelligentes Wesen ist und auch zuförderst ein moralisch denkendes. Hier hat Israel vehement versagt

  • Dieser Konflikt wird wohl NIE gelöst.
    Also lasst uns Waffen liefern und daran verdienen....!

  • Israel hat immer versucht, durch Rückendeckung der USA, die aktuell abgenommen hat, durchzusetzen, was ihnen opportun erschien. UN Resolutionen wurden boykottiert, andere via USA abgeschmettert. Ein demokratisches Land? Große Fragezeichen.
    Nun lehnt sich die eigene Bevölkerung auf, weil diese Regierung sie im Stich läßt, die sie wählten und von der sie sich so viel versprochen haben, aber sich nun als Ausgebeutete empfinden. Es wurde wie in USA von unten nach oben verschoben, die Zeche des uneingeschränkten Profitstrebens, das große Wachstumsraten im BIP vorweist, aber auch viel Armut ausweist und sogar in der Mittelschicht nun großen Unmut erzeugt
    Hier hat sich hoffentlich ein Wandel vollzogen.
    Profit over people geht nicht gut, das Beispiel USA sei eine Mahnung.

  • Was denkt sich Israel noch alles aus?
    Selbst die eigene Bevölkerung demonstriert eindrücklich gegen diese Regierung.

  • Das ist ja alles schön und fein, aber was können die Palästinenser dafür, die bis heute für ihre völkerrechtswiderige Enteignung nicht entschädigt wurden? Wer gibt Israel, das zunehmend von Konvertiten aus Osteuropa besiedelt wird, das Recht, die von ihm Vertriebenen Jahrzehnte lang so zu behandeln?

  • Das Thema Araber (umgangssprachlich Palästinenser) ist nicht einfach zu lösen.

    Welche Ideen haben sie?

    Zur Info:

    Es gab auf jüdischer Seiten Terroristen wie Menachem Begin diese wurden wegen den verschiedenen Delikten gesucht.

    Dieser Terrorist wurde später Ministerpräsident.

    Die Araber hatten nur eine Antwort auf den UN Teilungsplan von 1947 KRIEG!

    Die jüdische Regierung veranlasste die Entführung und Ermordung von Herr Eichmann.

    Mord kann immer noch von der Regierung in Jerusalem angeordnet werden. Die Todesstrafe ich möglich.

    Die Engländer verweigerten in den 30er Jahren die Einreise der Juden nach dem „Mandatsgebiet Palästina“ aus Deutschland.

    Es gab Pläne daß Israels Amtsprache entweder Deutsche oder Englisch wird.

    Nach dem „Bar-Kochbar-Aufstand von 132 bis 135“ führte letztendlich zu einer Vertreibung der Juden durch die Römer.

    Das begründete den Beginn der Diaspora der Juden.

    Im Jahre 800 nach Christus wurden die ersten Juden in den deutsprachigen (Das Adjektiv diutisc oder theodisk bedeutete also ursprünglich soviel wie „zum Volk gehörig“ oder „die Sprache des Volkes sprechend“Gebieten gesichtet.

    Es gab verschiedene Überlegungen von den Juden mit den Wirtsvölkern zu verschmelzen.
    (Wirtsvolk war ein üblicher Begriff, sieht Martin Luther „Ebenso tun uns die Juden, unsere Gäste, auch; wir sind ihre Hauswirte“ dabei wurden die Begrifflichkeiten im 19 Jahrhundert deutlich wertender)

    In der Zeit der Diaspora verwaltete erst Ostrom dieses Gebiet, dann wurde dieses Gebiet von den Arabern erobert. Später eroberten die „ehemaligen Hilfsvölker“ der Araber (Türken) das Gebiet und verwalteten es bis 1918.

    Nach 1918 hatte England die Verfügungsgewalt über diesen Teil der Welt.








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