Golfregion
Iran fordert Verhandlungen im Jemen

Welche Rolle spielt der Iran beim Konflikt im Jemen? Die USA werfen dem Land vor, die dortigen Huthi-Rebellen zu unterstützen. Der Iran weist dies zurück. Außenminister Sarif winkt sogar mit "konstruktivem Engagement".

WashingtonIrans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat die Erwartung geäußert, dass die Beilegung des Atomstreits die Beilegung anderer Konflikte in der Region erleichtern werde. Mit dem nötigen Mut könne diese "künstlich erschaffene Krise" beigelegt werden, um sich wichtigeren Fragen zu widmen, schrieb Sarif in einem am Montag veröffentlichten Beitrag für die "New York Times".

"Der Iran ist sehr eindeutig gewesen: Unser konstruktives Engagement geht weit über die Atomverhandlungen hinaus." Die Atomfrage sei nur das Symptom, nicht die Ursache des Misstrauens und des Konflikts.

Es sei Zeit, dass sich der Iran und die anderen Staaten der Ursachen der Spannungen in der Golfregion annähmen, schrieb Sarif. Mit Bezug auf den Jemen, wo Saudi-Arabien mit seinen arabischen Verbündeten seit Wochen Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen fliegt, sprach sich Sarif erneut für Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts aus.

Der Iran hatte vergangene Woche der Uno einen Vier-Punkte-Plan vorgelegt. Die jemenitische Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi wies ihn aber zurück, da der Iran die Huthis unterstütze und selbst Partei des Konflikts sei.

US-Regierungssprecher Josh Earnest sagte zu Sarifs Äußerungen zum Jemen, es sei "paradox", dass der Iran eine diplomatische Lösung fordere, zugleich aber Waffen an eine Konfliktpartei liefere. Die USA werfen dem Iran ebenso wie Saudi-Arabien vor, die zaiditischen Huthi-Rebellen mit Waffen und Ausbildern zu unterstützen.

Der Iran weist dies zurück. Experten äußern ebenfalls Zweifel, dass der Iran nennenswerten Einfluss auf die Rebellen hat, die seit Januar die Hauptstadt Sanaa kontrollieren und derzeit die Hafenstadt Aden einzunehmen versuchen.

Die US-Marine gab derweil bekannt, dass sie den Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" und den Kreuzer "USS Normandy" in die Gewässer vor dem Jemen verlegt habe, um die Sicherheit "wichtiger Schifffahrtsstraßen in der Region" zu garantieren.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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