„Good Governance“
Clinton nimmt Karsai in die Pflicht

Im Gespräch mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle nimmt seine US-Amtskollegin Hillary Clinton die afghanische Führung in die Pflicht: Man erwarte Fortschritte im Kampf gegen die Korruption als Gegenleistung für das militärische Engagement im Land. Konkrete Festlegungen auf das künftige deutsche Kontingent gab es nicht.
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HB BERLIN. US-Außenministerin Hillary Clinton hat von der afghanischen Regierung mehr Engagement für gute Regierungsführung verlangt. Jedem Engagement der Länder, die derzeit militärisch in Afghanistan präsent seien, müsse größere Bereitschaft der afghanischen Regierung zu „good governance“ und zur Bekämpfung der Korruption folgen, sagte sie nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Montag in Berlin.

Beide vermieden konkrete Äußerungen etwa zur Aufstockung der Truppen in Afghanistan. Clinton lobte ausdrücklich die Arbeit „und das Opfer“ der deutschen Soldaten und ihrer Angehörigen. Auch die Vereinigten Staaten wären nicht in Afghanistan, wenn sie nicht von den Taliban und Al Kaida bedroht würden. Sie stellten „eine direkte Bedrohung unserer Werte dar“.

Westerwelle bestätigte indirekt die bisherige Haltung der Bundesregierung, sich vor der für Beginn nächsten Jahres geplanten Afghanistan-Konferenz nicht auf die künftige Truppenstärke festzulegen, sondern das bisherige Mandat von 4.500 Soldaten im Dezember unverändert zur Abstimmung zu stellen. Wichtig sei folgende Reihenfolge: „Erstens die Ziele festsetzen, dann wollen wir die Strategie besprechen, und dann sind weitere Fragen zu beantworten, nämlich: wie das auch alles umgesetzt wird“, sagte er.

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