GOP-Kandidaten-Debatte

Trump würde auch als Parteiloser ins Rennen gehen

Noch ist nicht entschieden, wer für die Republikaner in den Präsidentschaftswahlkampf zieht. In einer Fernsehdebatte mit republikanischen Bewerbern um die Präsidentschaftskandidatur zeigte sich Donald Trump entschlossen.
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Millionär Donald Trump bei der Fernsehdebatte der Debatte der republikanischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur. Er schließt nicht aus auch parteilos ins Rennen zu gehen. Quelle: ap
Donald Trump, Scott Walker

Millionär Donald Trump bei der Fernsehdebatte der Debatte der republikanischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur. Er schließt nicht aus auch parteilos ins Rennen zu gehen.

(Foto: ap)

WashingtonDer milliardenschwere US-Unternehmer Donald Trump hält sich ein Rennen ums Weiße Haus als unabhängiger Kandidat offen. Das stellte er bei der ersten TV-Debatte der zehn republikanischen Spitzenkandidaten in Cleveland am Donnerstag klar. „Ich werde dieses Versprechen zu diesem Zeitpunkt nicht abgeben“, antwortete Trump als einziger auf die erste Frage des Moderators. Dieser fragte nach einem Versprechen, den bei den Vorwahlen bestimmten Spitzenkandidaten der Republikaner zu unterstützen. Das könne er aber nur zusichern, wenn er selbst zum Gewinner der Vorwahlen erklärt würde, sagte Trump.

Hillarys potenzielle Gegenspieler
Donald Trump
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Er schmeißt mit reißerischen Parolen um sich und beherrscht damit nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Umfragen. Ein politisches Amt bekleidete der Immobilienunternehmer noch nie, gewann im Jahr 2000 aber die Vorwahlen in Kalifornien. Der in New York lebende Investor hat fünf Kinder aus drei Ehen.

Jeb Bush
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Er könnte die Dynastie von Vater und Ex-Präsident George Bush Senior sowie Bruder und Ex-Präsident George W. Bush fortsetzen. Ob sein Nachname ihm im Wahlkampf hilft oder schadet, muss sich noch zeigen. Der ehemalige Gouverneur von Florida gilt als moderat und kann dank seiner Kontakte wichtige Spender hinter sich versammeln.

Scott Walker
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Walker hat als Gouverneur von Wisconsin Schlagzeilen der besonderen Art gemacht - und Nerven gezeigt. Nach einer umstrittenen Sparpolitik wollten Kritiker ihn mit einer Abstimmung aus dem Amt jagen. Doch Scott überstand den Angriff und überlebte als Gouverneur. Nach Trump rechnen ihm Demoskopen derzeit die besten Chancen aus.

Mike Huckabee
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Der Mann mit dem markanten Namen war bereits 2008 im Rennen und gewann sogar die erste Vorwahl in Iowa, musste später aber aufgeben. Seitdem tingelt der Baptistenprediger und Ex-Gouverneur von Arkansas durch die TV-Sender, etwa mit einer Talk-Show beim konservativen Sender Fox News. Er trifft besonders den Nerv der religiösen Rechten.

Ben Carson
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Der 63-Jährige ist in Medizinerkreisen weltberühmt: Der Neurochirurg gilt als Pionier der operativen Trennung Siamesischer Zwillinge. Den ersten erfolgreichen Eingriff führte er 1987 an einem deutschen Brüderpaar aus Ulm durch. Der Afroamerikaner kommt aus sehr armen Verhältnissen und gilt als konservativ.

Ted Cruz
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Der Newcomer sitzt zwar erst seit 2013 im Senat, hat aber schon durch bizarre Aktionen von sich reden gemacht - etwa mit 20 Stunden Dauerreden, wobei er teils aus Kinderbüchern zitierte. Der Texaner ist Tea-Party-Mann: Gegen Abtreibung, Waffengesetze und gegen „Big Government“. Die Parteibasis liebt ihn, Wechselwähler fürchten ihn.

Marco Rubio
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Als Sohn kubanischer Einwanderer buhlt er vor allem um die wichtigen Stimmen der Latinos. Der Senator aus Florida fordert eine umfassende Einwanderungsreform und lehnt die Annäherung zwischen Havanna und Washington vehement ab. Er gilt als enger Freund von Jeb Bush, zudem als etwas zu jung und unerfahren.

Ein Wahlkampf Trumps als unabhängiger, dritter Kandidat bereitet den Republikanern große Sorge. Da bei einer knappen Wahl jede Stimme aus dem konservativen Läger zählt, könnte eine unabhängige Kandidatur Trumps letztlich zu einem Sieg der Demokraten führen, bei denen derzeit Hillary Clinton das Rennen anführt. Trump sichere sich nach allen Seiten ab und verhelfe Clinton zum Sieg, kritisierte deshalb der Senator aus Kentucky, Rand Paul, nach Trumps Ankündigung.

  • dpa
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