Great Barrier Reef in Australien
Kohleindustrie feiert Riff-Entscheid

Australiens Kohleindustrie feiert die Entscheidung der Unesco, das Great Barrier Reef nicht auf die Liste der gefährdeten Kulturgüter zu setzen. Doch die Kohlemine-Pläne des Rohstoffgiganten Adani stehen vor dem Kollaps.
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CanberraDie Umweltgruppen sind gescheitert. „Das Komitee hat die Angstmacherei der Aktivisten ignoriert und sich stattdessen auf wissenschaftliche Fakten konzentriert“, sagte der Vorsitzende des Rohstoffkonzils im australischen Bundesland Queensland, Michael Roche, am Donnerstag. Gruppen wie Greenpeace hätten versucht, die Uno-Kulturkommission Unesco zu bewegen, das Great Barrier Reef vor der Küste Ostaustraliens auf die Liste der gefährdeten Weltkulturstätten zu setzen.

Am Dienstag war die Unesco bei ihrer Versammlung in Bonn der Empfehlung ihres Expertenkomitees gefolgt, das mit über 3000 Kilometern Länge größte Korallenriff der Welt vorerst nicht auf die Liste des gefährdeten Kulturerbes zu setzen. In den vergangenen 30 Jahren sind als Folge von Umwelteinflüssen rund die Hälfte der Korallen verschwunden. Ein negativer Bescheid der Unesco hätte schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft Australiens gehabt, allem voran für die dominante Kohleindustrie.

Auch relativ kleine Projekte entlang der ostaustralischen Küste hätten die Bewilligung der Unesco benötigt. Einen ebenso großen Schaden hätte eine Listung am Ansehen Australiens als Reisedestination angerichtet: Etwa 60.000 Menschen leben von Rifftourismus.

Australien kam mit dieser Entscheidung mit einem blauen Auge davon. Die Regierung hatte Hunderttausende von Euro in eine Public-Relations-Kampagne investiert, mit dem Ziel, Entscheider bei der Unesco sowie internationale Journalisten zu überzeugen, sie nehme ihre Verantwortung als Hüterin des Riffes ernst. Die Kommission stellte fest, dass das Riff zwar gefährdet sei, die Regierung aber Anstrengungen unternommen habe, es besser zu schützen.

Ein bis 2050 laufender Plan sieht unter anderem vor, den Zufluss schadstoffhaltiger Abwässer zu reduzieren. Auch das umstrittene Abladen von Sedimenten aus dem Aushub von Häfen wurde unterbunden. Meeresbiologen meinen jedoch, Klimawandel und seine Folgen seien die Hauptverursacher für den schlechten Zustand des Riffs. Höhere Wassertemperaturen und Übersäuerung etwa gelten als erwiesene „Korallenkiller“.

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  • Hallo Herr Queri,

    gibt es irgendeinen sachlichen Grund für Ihre Prophezeihung?

  • >> Kohleindustrie feiert Riff-Entscheid >>

    In ca. 10 Jahren wird es keinen Riff mehr geben.

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