Grenze zu Mexiko
Trumps Mauerbaupläne im Realitätscheck

„Build that wall!“ Der Slogan war einer von Trumps Wahlkampfhits. Und nun? Hat Trump die Wahl gewonnen. Was das für das Mauer-Projekt bedeutet, was Sicherheitsexperten sagen und welche juristische Fallstricke es gibt.
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Mexiko-Stadt/WashingtonKaum ein Wahlkampfversprechen hat die eingefleischten Fans von Donald Trump so elektrisiert wie seine Pläne für eine „große, schöne, mächtige Mauer“ an der Grenze zu Mexiko. „Bau die Mauer, bau die Mauer“, skandierten Trumps Anhänger bei seinen Auftritten. Bis zu 15 Meter hoch soll sie sein, aus Beton und Stahl, 3200 Kilometer lang. Allerdings sind die Mauerpläne teuer, kompliziert und könnten bisweilen sogar kontraproduktiv sein.

In seinem ersten Fernsehinterview nach der Wahl machte Trump bereits erste Abstriche. Zwar halte er grundsätzlich an der Mauer fest, sagte er dem Sender CBS. In einigen Gebieten könnte es aber auch „etwas Einzäunung“ geben. Auch seine Republikaner arbeiten schon an einem Alternativplan, der eine Erweiterung des bestehenden Stahlzauns und mehr Personal für den Grenzschutz vorsieht, wie es aus Washington heißt. In der Parteiführung hält sich die Begeisterung für die Mauer ohnehin in Grenzen. Auf die Frage, ob er Trumps Pläne unterstütze, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, lediglich: „Ich will eine möglichst effektive Grenzsicherung.“

Nach einer Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) könnte die Mauer bis zu 40 Milliarden US-Dollar kosten. Trump hatte im Wahlkampf immer wieder versprochen, er werde Mexiko dazu zwingen, für die Mauer zu zahlen. Die mexikanische Regierung weist das freilich weit von sich. „Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass sie nicht im Budget steht“, sagte der mexikanische Finanzminister José Antonio Meade kürzlich.

New Yorks ehemaliger Bürgermeister Rudolph Giuliani, ein enger Berater Trumps, glaubt hingegen weiterhin an die Mauer. „Er wird seine Wahlversprechen nicht brechen“, sagte er im Fernsehsender CNN. Auch ohne die Unterstützung des Kongresses könne Trump per Dekret das Budget der Einwanderungsbehörde umschichten, um den Bau zu finanzieren.

Sicherheitsexperten geben allerdings zu bedenken, dass eine Mauer aus Beton dem Grenzschutz sogar schaden könnte, weil sie die Sicht der Beamten behindere. Sinnvoller sei eine Erweiterung des Stahlzaun, der bereits jetzt auf rund einem Drittel des Grenzverlaufs die USA von Mexiko trennt. Natürliche Barrieren wie der Rio Grande oder der Nationalpark Big Bend in Texas machten den Bau einer Mauer auf der ganzen Strecke zudem unnötig. „Da reicht ein Beobachtungsballon hier und da“, sagte der republikanische Abgeordnete Louie Gohmert im Fernsehsender Fox.

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Kommentare zu " Grenze zu Mexiko: Trumps Mauerbaupläne im Realitätscheck"

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  • @Jens Ewigreich
    Es geht hier nicht um mich sondern um ihre Meinung zu dem Artikel.
    Also, was ist ihre Meinung zum Grenzthema USA/Mexiko?
    Danke!

  • tägliche Hetze gegen Trump. *gähn*

  • Ich sehe die Mauer gen Mexiko eher symbolisch denn als Bauwerk an.

    Soweit beschrieben ist die Grenze baulich bereits heute ziemlich gut gesichert. Hier bedarf es vermutlich lediglich einiger Ausbauten und Anpassungen.

    Gemeint ist sicherlich eine zügigere und effektivere Deportation illegaler Einwanderer
    Eine Reduzierung der Einwanderer muslimischen Glaubens.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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