Grenze zum Gaza-Streifen
Israel lässt Truppen aufmarschieren

Nach dem brutalen Überfall militanter Palästinenser auf einen israelischen Grenzposten hat Israel Truppen am Rande des Gazastreifens zusammengezogen. Die Drohgebärde soll die Extremisten offenbar veranlassen, den bei dem Überfall entführten israelischen Grenzsoldaten freizulassen.

HB JERUSALEM. Ein Armeesprecher bestätigte die Truppenbewegungen und erklärte, gegenwärtig handele es sich um „allgemeine Vorbereitungen“. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte nach einem tödlichen Angriff militanter Palästinenser auf einen israelischen Grenzposten mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht.

Israel bemüht sich zunächst um die Freilassung des bei dem Vorfall am Sonntag in den Gazastreifen verschleppten Soldaten. Der israelische Rundfunk meldete am Montag, eine ägyptische Delegation vermittle dabei und habe den Entführten gesehen. Der 19-jährige Gilad Schalit aus einer Ortschaft auf den Golanhöhen sei verletzt. Es war das erste Mal seit 1994, dass militanten Palästinensern die Entführung eines israelischen Soldaten gelang.

Das so genannte Sicherheitskabinett hatte am Sonntag eine Reihe „harter militärischer Schritte“ in den Palästinensergebieten gebilligt. Mit der Umsetzung soll jedoch zunächst abgewartet werden. Olmert schloss eine Übergabe palästinensischer Gefangener im Gegenzug für eine Freilassung Schalits aus. Nach dem Angriff auf einen Grenzposten südlich des Gazastreifens mit zwei getöteten israelischen Soldaten werde es keine Zurückhaltung mehr geben, warnte Olmert.

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