Grenzkonflikt
KFOR räumt Straßenblockaden im Kosovo

Im Grenzkonflikt im Kosovo haben Einheiten der Schutztruppe KFOR mit der Räumung von Straßenblockaden begonnen. Die protestierenden Serben wollen die verbliebenen Blockaden bis zu einer Konfliktlösung aufrecht erhalten.
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PristinaDie Schutztruppe KFOR hat am Montag mit der Räumung der von Serben aufgestellten Straßensperren im Norden des Kosovos begonnen. KFOR-Sprecher Hans Wichter sagte, Soldaten hätten mindestens drei Straßenblockaden entfernt, die den Zugang zu Stützpunkten versperrt hätten. Wie viele Straßensperren zurückblieben, war zunächst unklar. Der kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaci erklärte, seine Regierung werde daran festhalten, ihre Autorität im Norden des Staates durchzusetzen.

Internationale Institutionen hätten die Geduld des Kosovos missbraucht, indem sie zugelassen hätten, dass sich der Norden immer mehr der Kontrolle Pristinas entziehe, sagte Thaci am Montag im Interview der Nachrichtenagentur AP. Was die Sicherheit des Landes angehe, werde die Regierung mit niemandem Kompromisse eingehen.

Laut Nato befanden sich noch mindestens fünf Blockaden auf zwei Straßen im Nordkosovo. Die Sperren waren aus Protest gegen eine Aktion der kosovarischen Polizei aufgestellt worden, mit der zwei umstrittene Grenzübergänge zu Serbien kontrolliert werden sollten. Nachdem sich die Polizei zurückgezogen hatte, setzten aufgebrachte Serben einen der Grenzposten in Brand und schossen auf Friedenstruppen.

Der serbische Politiker Goran Bogdanovic sagte der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug, die Blockaden würden erst entfernt, wenn der Konflikt um die Grenzübergänge vollständig beigelegt sei. Bogdanovic und sein Kollege Borislav Stefanovic trafen am Montag mit Vertretern der Serben im Nordkosovo zusammen, obwohl die kosovarischen Behörden mit ihrer Festnahme gedroht hatten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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