Griechenland
Athen leiht sich kurzfristig neues Geld

Griechenland steckt weiter in der Krise. Um den Haushalt zu stabilisieren, leiht es sich kurzfristig 1,14 Milliarden Euro am Geldmarkt. Für das nächste Jahr plane Athen „den großen Sprung nach vorn“.
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AthenGriechenland hat sich kurzfristig am Geldmarkt 1,14 Milliarden Euro besorgt, um Löcher in seinem Haushalt zu stopfen. Der Zinssatz für den sechsmonatigen Kredit beläuft sich auf 4,20 Prozent. Er lag damit zum August unverändert, als ein vergleichbarer Kredit aufgenommen wurde, wie die Schuldenagentur PDMA in Athen mitteilte. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, plant Athen nächstes Jahr „den großen Sprung nach vorn“: Erstmals sollen nach Ausbruch der schweren Finanzkrise dann größere Summen über längere Zeiträume am Kapitalmarkt ausgeliehen werden. Noch sei es jedoch verfrüht, zu sagen, wann genau das sein werde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Athen leiht sich kurzfristig neues Geld "

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  • @ Delinix

    Sehr passender Beitrag ! Alles wie gehabt !

    Und in den nächsten 50 Jahren läuft es noch genau so !

    Das ist eine Griechische Spezialität !

    Und die Troika kann sich einen.......!

  • Neues und Altes aus GR:

    In einer griech. Zeitung (http://www.katohika.gr/2013/01/apisteyto-eggrafo-amerikanon.html) fand ich Folgendes aus der Zeit des griechischen Bürgerkriegs:
    1947 beschwerten sich die Engländer bei den USA darüber, dass sie ständig so viel an GR bezahlten, ohne dass sich irgendetwas ändere. Daraufhin entsandten die USA einen Experten, den Paul A. Porter, nach Athen. Dieser sollte nach dem Rechten sehen.
    Nach ca. einem Monat schrieb Porter einen entsetzten Brief an seine Chefs in den USA:
    „Hier gibt es keinen Staat!
    Es gibt nur eine Hierarchie von Politikern, einer ist schlimmer als der andere!
    Ihre einzige Sorge ist das Besitzen der staatlichen Macht.
    Die Menschen im ganzen Land sind gelähmt von Angst und Ungewissheit, die Unternehmer investieren nicht und die Kleinladenbesitzer füllen ihre Lager nicht auf.“

    Und weiter:
    „Die öffentliche Verwaltung ist übertrieben aufgebläht. Ihre niedrigen Gehälter werden erhöht auf der Basis einer Unzahl von Zulagen (viele Beamte verdienen bis zum 4fachen des Grundgehalts).
    Die öffentliche Verwaltung ist weder in der Lage, die Steuern einzutreiben noch die Strassen zu reparieren.
    Die griechische Regierung hat keine andere Form der Politik als um fremde Hilfe zu betteln mit dem Hinweis auf die Opfer, die sie gebracht hätten… Der Sinn besteht darin, mit dem fremden Geld die kleine Clique mitsamt ihrer Privilegien zu erhalten. Der Sitz dieser Clique ist der Stadtteil Kolonaki.“

    Das Ganze ist vor diesem Hintergrund zu sehen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41121400.html

  • 1. Griechenland ist auf einem guten Weg und wird sich schon im nächsten Jahr am Finanzmarkt refinanzieren.

    2. Die Erde ist eine Scheibe.

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