Griechenland Athen nimmt weniger Steuern ein

Eigentlich wollte Athen in den ersten beiden Monaten 2015 rund 8,5 Milliarden Euro Steuern einnehmen. Doch offenbar zahlten viele Griechen in Erwartung eines Wahlsieges von Alexis Tsipras nicht. Das Ziel wurde verfehlt.
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Offenbar zahlten viele Griechen in Erwartung eines Wahlsieges des linken Spitzenkandidaten ihre Steuern nicht. Quelle: Reuters
Alexis Tsipras

Offenbar zahlten viele Griechen in Erwartung eines Wahlsieges des linken Spitzenkandidaten ihre Steuern nicht.

(Foto: Reuters)

AthenDie griechische Regierung hat in den ersten beiden Monaten des Jahres deutlich weniger Steuern als geplant eingenommen. Sie summierten sich im Januar und Februar auf 7,3 Milliarden Euro, wie das Finanzministerium am Freitag in Athen bekanntgab. Das waren etwa 14 Prozent weniger als mit 8,47 Milliarden Euro angestrebt.

Der Primärüberschuss, bei dem die Zinskosten nicht berücksichtigt werden, fiel mit 1,24 Milliarden Euro ebenfalls geringer aus als erwartet. Offenbar zahlten viele Griechen in Erwartung eines Wahlsieges des linken Spitzenkandidaten Alexis Tsipras ihre Steuern nicht.

In den Zahlen ist nur der Haushalt der Zentralregierung enthalten, nicht aber der von Regionen, Kommunen und der Sozialversicherung. Sie unterscheiden sich daher von der Statistik, die die internationalen Geldgeber auswerten.

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2 Kommentare zu "Griechenland: Athen nimmt weniger Steuern ein"

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  • Auch diese Zahlen sind bei genauer Betrachtung mit Sicherheit geschönt, wie bisher alles was monetär veröffentlicht wurde. Wer 1000 mal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er irgendwann mal die Wahrheit spricht.

  • Da haben wohl Tsipras und Vakoufaris den linksradikalen Mund zu voll genommen - von wegen, alle Griechen stehen hinter dieser Regierung. Der impertinente Kommunikationsstil mit den Geldgebern und Gläubigern in Europa sollte nach Kenntnis dieser Sachlage etwas zurückgefahren werden. Zudem man sich schon fragen muss, warum andere Länder für strukturelle Defizite, administrative und wirtschaftspolitische Unfähigkeit linksradikaler Politakteure bezahlen sollen. Ein wenig reflexive Bildung dieser linksradikalen Parteivertreter wäre auch hier nicht ganz unangeracht.

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